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Nach den tödlichen Schüssen eines „Reichsbürgers“ in Georgensgmünd rückte die Bewegung in den Fokus.

Joachim Herrmann nennt Zahlen

In Bayern gibt es 340 bewaffnete „Reichsbürger“

München  - Innenminister Herrmann schätzt die Zahl der sogenannten Reichsbürger in Bayern derzeit auf mehr als 1700. 340 davon sind bewaffnet. Das sei ein „Alarmsignal“.

Innenminister Joachim Herrmann (CSU) schätzt die Zahl der sogenannten Reichsbürger in Bayern derzeit auf mehr als 1700. „Unter dem Verdacht, „Reichsbürger“ zu sein, stehen etwa 340 Waffenbesitzer“, sagte Herrmann der „Passauer Neuen Presse“ (Donnerstag). Bei einigen sei die Zugehörigkeit zu der „Reichsbürger“-Bewegung durch Schreiben an Behörden eindeutig dokumentiert. Diese Zahlen seien ein „Alarmsignal“, sagte Herrmann. „Nicht alle „Reichsbürger“ haben Waffen, aber im Vergleich zur restlichen Bevölkerung sind offensichtlich außergewöhnlich viele „Reichsbürger“ bewaffnet.“

„Reichsbürger“ im Staatsdienst würden nicht akzeptiert

Auch gegen „Reichsbürger“ im Staatsdienst werde konsequent vorgegangen: „Wer bestreitet, dass es diesen Staat gibt, kann nicht gleichzeitig ein Beamtengehalt oder eine Pension kassieren“, sagte Herrmann. Wer ernsthaft diese Ideologie vertrete, müsse aus dem Dienst entfernt werden. „Derzeit verschaffen wir uns einen Überblick und sammeln Informationen. Ob Lehrer, Förster oder Richter: Wir werden handeln.“

In Bayern sind diese Woche zwei Polizisten suspendiert worden, nachdem bekannt geworden war, dass sie Chat-Kontakt zu dem „Reichsbürger“ von Georgensgmünd hatten. 

dpa

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