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Joachim Herrmann (CSU): „Fahndungsdruck auf kriminelle Banden deutlich erhöht“.

Innenminister Herrmann zufrieden

Aktion gegen Einbrecher: 26 Festnahmen, 6 Haftbefehle

München -Drei Tage lang macht die Polizei aus vier Bundesländern schwerpunktmäßig Jagd auf Einbrecherbanden - mit Erfolg, wie Bayerns Innenminister meint. Und er kündigt schon weitere Aktionen an.

Nach einer länderübergreifenden Aktion zur Bekämpfung von Einbrecherbanden hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) ein positives Fazit gezogen. Bei mehr als 10.000 kontrollierten Fahrzeugen und Personen habe es allein in Bayern 26 vorläufige Festnahmen, darunter sechs Haftbefehle, gegeben, teilte Herrmann am Dienstag in München mit.

Außerdem seien 81 Straftaten und Ordnungswidrigkeiten aufgedeckt worden. „Damit haben wir den Fahndungsdruck auf kriminelle Banden deutlich erhöht“, sagte der Innenminister und kündigte weitere länderübergreifende Aktionen an.

Gezielt nach Einbrecherbanden gefahndet

Vom 27. bis zum 29. Oktober hatte Bayerns Polizei zusammen mit Kollegen aus Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz bei Schwerpunktkontrollen gezielt nach Einbrecherbanden gefahndet. Die Bilanzen der beteiligten Bundesländer werden von den jeweiligen Innenministerien veröffentlicht.

Koordiniert wurden die Kontrollen, die überwiegend auf Autobahnen und den entsprechenden Ausweichrouten stattfanden, von den jeweiligen Landeskriminalämtern.

Auf der Innenministerkonferenz im Juni dieses Jahres hatten Bayern und die drei anderen Bundesländer eine Kooperationsvereinbarung zur gezielten Bekämpfung von Einbruchskriminalität geschlossen. Kern ist ein Acht-Punkte-Programm, darunter ein verbesserter Informationsaustausch, eine gemeinsame Fahndung und eine verbesserte Zusammenarbeit bei Ermittlungsverfahren.

Herrmann: „Wir werden nicht locker lassen“

Die Zahl der Einbrüche bewegt sich nach den Worten Herrmanns in Bayern in diesem Jahr bisher etwa auf Vorjahresniveau. Eine genaue Prognose für 2016 könne man aber noch nicht treffen, sagte er. „Jedenfalls werden wir im Kampf gegen Wohnungseinbrecher nicht locker lassen.“

2015 war die Zahl der Wohnungseinbrüche in Bayern um knapp neun Prozent auf 7480 Delikte zurückgegangen. Mit statistisch 59 Einbrüchen pro 100.000 Einwohner bestand im Freistaat bundesweit das geringste Risiko, Opfer eines Einbruchs zu werden. Der Durchschnitt aller Bundesländer lag bei 206 Einbrüchen pro 100.000 Einwohner. In Nordrhein-Westfalen waren es laut Herrmann sogar 354 Einbrüche.

dpa

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