Zwei Tunnel haben die Trassen B1 und B2, die die Autobahndirektion 2010 als  verkehrswirtschaftlich sinnvoll beurteilte. B1 würde im Osten genau unter den Bavaria Filmstudios verlaufen und dann in die A995 münden. B2 würde eine Verlegung der A995 um Taufkirchen herum notwendig machen. Der bayerische Ministerrat legte die Trasse mit zwei Varianten wenig später "auf Eis".

Bürgerbefragung bei Verkehrsplanung

Innenminister will den Südring

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München – Der umstrittene Autobahn-Ring südlich von München wird wieder zum Politikum. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) will das Projekt, das die Lindauer mit der Salzburger Autobahn verbinden würde, in den neuen Bundesverkehrswegeplan aufnehmen.

Der Plan soll ab 2015 gelten. Gegner des Südrings kündigten sofort erbitterten Widerstand an.

Der Südring war 2010 von der bayerischen Staatsregierung per Kabinettsbeschluss auf Eis gelegt worden. Zuvor hatte die Autobahndirektion Südbayern in einer Machbarkeitsstudie 18 Varianten detailliert untersucht. In die Endauswahl kam eine Trasse, die im Westen beim Autobahn-Dreieck A96/A99 bei Germering beginnen würde, in einem Tunnel Krailling und Planegg unterquert und dann wieder auftaucht. Bei Pullach würde der Südring erneut in der Erde versenkt und auch die Isar unterqueren, ehe dann ein oberirdisches Anschlussstück zur A 995 und weiter zur A8 folgt. Der Südring sei „bewusst in die Vorschlagsliste aufgenommen worden“, sagte Herrmann. Er wolle, „dass sich die Kommunen hier noch mal klar positionieren“. Die Bürgerinitiative Südlicher Erholungsraum München sprach von einem „ungeheuren Affront“. Sprecher Karl Hofmann: „Das wird ein harter Schlagabtausch.“

Insgesamt enthält die Vorschlagsliste 383 Projekte, unter anderem auch den Bau der A 94 München–Pocking (bei Passau), der B15 neu von Landshut bis Rosenheim sowie die Erweiterung der Salzburger Autobahn. Neu enthalten ist erstmals auch der Ausbau der A 92 von München bis zum Flughafen.

Würden alle Projekte gebaut, wären dafür 18 Milliarden Euro notwendig, sagte Herrmann. Er betonte, das Ministerium gehe bei der Bürgerbeteiligung neue Wege. Alle Bürger sind aufgefordert, bis zum 14. Dezember per E-Mail oder Postweg Stellung zu nehmen. Die Kommentare werden im Ministerium bewertet, die Liste dann dem Bund zugeleitet. Über die Projekte entscheidet am Ende der Bundestag.

dw

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