Intelligente Roboter bekommen in Würzburg ein Zuhause

Würzburg - Die Universität Würzburg will sich künftig stärker auf die Forschung und Entwicklung von intelligenten Robotern konzentrieren. Dafür hat die Hochschule ein neues Forschungszentrum gegründet - das Zentrum für Adaptive Robotik nahm in dieser Woche seine Arbeit auf.

 Das Zentrum ist nach Uni-Angaben vom Donnerstag in dieser Form einzigartig in Deutschland. Nirgendwo sonst würden so viele unterschiedliche Fakultäten in die Robotik-Forschung eingebunden, sagte Lehrstuhl-Chef Klaus Schilling. “Ob Geologen, Juristen, Mediziner oder Biologen - außer der Theologie machen alle mit.“

Das Zentrum strebe fachübergreifend innovative Anwendungen für die Medizin, die industrielle Produktion und die Raumfahrt an. Damit sollen bestehende, jahrelange Forschungen zusammengefasst werden. Der Schwerpunkt des neuen Zentrums liegt in der Informatik.

Schon jetzt entwickelt die Uni Roboter, die Menschen bei der Arbeit und im Alltag unterstützen. Beispiele sind Magensonden in Tablettengröße und robotergesteuerte Liegen für Krebspatienten, die eine punktgenaue Bestrahlung des Tumors ermöglichen. Für Senioren haben die Wissenschaftler eigenständig navigierende Rollstühle entwickelt. Und die Informatiker haben Satelliten ertüftelt, die sich im Weltall selbst organisieren und gemeinsame Aufgaben wie die Suche nach Verletzten nach einer Umweltkatastrophe erledigen können. Derzeit erarbeiten sie Satelliten, die Weltraumschrott aufspüren, festhalten und gezielt in eine Absturzbahn lenken können.

dpa

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