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Ludwig Spaenle

Intensivierungsjahr für Siebt-, Acht- und Neuntklässler

München – Das von Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) angekündigte Intensivierungsjahr nimmt erste Konturen an.

Vor knapp zwei Wochen hatte der Minister überraschend angekündigt, einzelnen Schüler solle es auf Antrag doch möglich sein, ein freiwilliges neuntes gymnasiales Schuljahr einzuschieben, ohne dass das als Durchfallen zählt. Inzwischen ist klar, dass dieses Intensivierungsjahr erst zum Schuljahr 2013/14 starten soll. „Wir wollen nichts übers Knie brechen“, sagte Spaenles Pressesprecher Ludwig Unger. Allerdings hat Spaenle auch nicht die für die Intensivierung notwendigen Lehrerstellen. Sie müssen erst für den nächsten Doppelhaushalt beantragt werden.

Eine Arbeitsgruppe mit Schülern, Eltern, Lehrern und Schulleitern soll die Einzelheiten von Spaenles Vorstoß beraten. „So richtige Vorstellungen darüber hat derzeit niemand“, sagte ein Eingeweihter. Die Idee sei vom Philologenverband, der schon vor zwei Jahren ein „Brückenjahr“ vorschlug, schlicht abgekupfert – ein eigenes Konzept habe das Ministerium nicht in der Schublade. Auch ist Spaenles Vorschlag letztlich eine Reaktion auf den SPD-Spitzenkandidaten Christian Ude und seinen Vorstoß zur Wiedereinführung des G 9. Wie auch immer: Klar ist schon, dass das Intensivierungsjahr ein „pädagogisches Plus“ bringen soll, wie Unger sagte. Das Angebot des Zusatzjahres soll sich an Schüler zwischen der 7. und 9. Klasse richten. Sie sollen individuell wählen dürfen, etwa mehr Mathe und weniger Latein. Parallel dazu hat Spaenle entschieden, dass auch Gymnasiasten nach der 10. Klasse statt in die 11. Klasse ab 2012/13 in sogenannte Einführungsklassen wechseln können. In diesen Klassen sitzen aber eigentlich gute Realschüler, die aufs Gymnasium wollen.

dw

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