Bekommt Bayern seine eigene Internet-Endung?

München/Singapur - Gute Nachricht für Internet-Fans im Freistaat: Neben ".de" oder ".com" kann es in Zukunft auch eigene Internetadressen für Bayern geben. Doch erst muss eine Firma gefunden werden.

Internetadressen mit “.de“ oder “.com“ kennt inzwischen fast jeder. Künftig sind aber auch neue Endungen möglich. So etwa auch “.bayern“ für heimatliebende Bürger, Firmen und Behörden, die ihre weiß-blaue Herkunft auf Anhieb sichtbar machen wollen.  Die für die Vergabe der Adresskennungen zuständige Organisation ICANN hat bei ihrer Tagung in Singapur völlig neue Namensbereiche für solche “Top Level Domains“ (TLD), also die Endung von Internet-Adressen zugelassen. Bis es soweit ist, müssen sich die Interessenten aber noch gedulden. Erst muss eine Firma gefunden werden, die die “.bayern“-Endung verwaltet.

Bisher gibt es keine regionalen Endungen für Internet-Adressen, sondern nur nationale. So enden alle Internetadressen der Staatsregierung mit “.de“ für Deutschland. Der künftige Betreiber von “.bayern“ braucht aber auf jeden Fall die Unterstützung der Staatsregierung, wie das Finanzministerium in München am Dienstag auf Anfrage mitteilte.

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Finanzstaatssekretär Franz Pschierer als IT-Beauftragter der Staatsregierung muss dem künftigen Betreiber der Domain ein zwingend notwendiges Unterstützungsschreiben ausstellen. “Zahlreiche Vereine, Verbände und die Wirtschaft aus Bayern warten schon darauf, in Zukunft ihren Namen mit der Endung “.bayern“ im Internet aufrufen zu können“, sagte Pschierer. “Das wird die Wahrnehmung in der internationalen Öffentlichkeit deutlich verbessern.“ Bisher gibt es zwei interessierte Unternehmen.

 Eine der zwei Firmen - die Bayern Connect GmbH - hat sich die Unterstützung Prinz Leopolds von Bayern als Schirmherr gesichert. “Wir sind über diese Entwicklung hoch erfreut. Nun kann Bayern eine eigene Identität im Internet bekommen“, zitierte das Unternehmen den Prinzen in einer Pressemitteilung. Das Unternehmen räumte aber ein, dass der Erfolg der Bewerbung keineswegs gesichert ist. “Es kann durchaus sein, dass noch mehr Wettbewerber dazu kommen“, sagte Geschäftsführer Caspar Veltheim. Die offizielle Bewerbungsfrist für die Betreiberfirmen startet am 12. Januar 2012 und dauert drei Monate.

lby

Rubriklistenbild: © dpa

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