Inzest-Prozess: Einspruch gegen Skandal-Urteil

Nürnberg - Im Nürnberger Inzest-Prozess ist auch nach dem überraschend milden Urteil das letzte Wort noch nicht gesprochen. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Anwältin der Nebenklage kündigten Einspruch an.

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Opfer macht schwere Vorwürfe

Angeklagter: Tochte wollte Sex

Damit muss sich nun der Bundesgerichtshof (BGH) mit dem Fall befassen. Je nachdem, wie der BGH entscheidet, könnte es zu einer Neuauflage des Prozesses kommen.

Die 2. Strafkammer beim Landgericht Nürnberg-Fürth hatte den 69 Jahre alten Angeklagten am Montag wegen Inzests in zehn Fällen zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und acht Monaten verurteilt. Das Gericht war damit sogar noch unter der von der Verteidigung geforderten Strafe von fünf Jahren geblieben. Staatsanwaltschaft und die Anwältin der 46 Jahre alten Tochter des Angeklagten hatten 14 Jahre Haft gefordert.

Bilder aus dem Gerichtssaal

Inzest-Prozess wird fortgesetzt

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Die Tochter hatte ihren Vater beschuldigt, sie mehr als 30 Jahre lange zwei- bis dreimal die Woche vergewaltigt zu haben. Der Rentner hatte dies abgestritten und stets von einvernehmlichen Sex mit seiner Tochter gesprochen. Das Gericht hatte den früheren Gleisbauarbeiter vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen, da die Aussage der Tochter in wesentlichen Punkten unglaubwürdig sei. Sie habe den Fall “von Aussage zu Aussage immer mehr dramatisiert“.

dpa

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