Inzestprozess: Jetzt spricht die Bewährungshelferin

Nürnberg - Ihr Vater soll sie mehr als 500 Mal vergewaltigt haben - trotzdem hat eine 46-Jährige mehr als 30 Jahre lang geschwiegen. Erst ihrer Bewährungshelferin offenbarte sie sich.

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Anfang des Jahres sprach sie erstmals offen von dem sexuellen Missbrauch. Das berichtete die Justizmitarbeiterin am Freitag als Zeugin im Nürnberger Inzestprozess.

Ende Februar habe die 46-Jährige erstmals davon gesprochen, seit langem von ihrem Vater vergewaltigt zu werden, berichtete die Bewährungshelferin vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth. Die Frau habe damals von zu Hause ausziehen wollen - auch weil sie “es satt hatte, ständig von ihren Vater begrapscht zu werden“. Außerdem habe sie sich von ihrer Familie ausgenutzt gefühlt. Dass sie insgesamt drei Kinder von ihrem Vater bekomme habe, sei erst später bei der Kripo-Vernehmung zur Sprache gekommen.

Bilder aus dem Gerichtssaal

Inzest-Prozess wird fortgesetzt

Nach Angaben ihrer Anwältin hatte die 46-Jährige die Ehefrau ihres Arztes zu erpressen versucht. Sie war daraufhin im Februar 2009 zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt worden. Sie habe für den Tod eines ihrer Kinder den Arzt verantwortlich gemacht und dafür von der Frau des Mediziners “Schmerzensgeld“ zu erpressen versucht.

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