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Ein 19-Jähriger lieferte sich im Oktober eine irre Verfolgungsjagt quer durch den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen (Symbolbild). Jetzt steht er vor Gericht.

Kein Führerschein und Drogen im Auto

Nach irrer Verfolgungsjagd: Verhandlung hat begonnen

München/Wolfratshausen - Er rammte mehrere Streifenwagen und durchbrach mit 200 Sachen Polizeisperren. Außerdem hatte der19-jährige Azubi Drogen im Auto. Seit Mittwoch steht er vor Gericht.

Die Anklage klingt wie ein Streifzug durchs Strafgesetzbuch: Drei gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr, Fahren ohne Führerschein und Unfallflucht, Diebstahl und Drogenhandel, Sachbeschädigung und Körperverletzung sowie Widerstand gegen die Polizei. Vor dem Münchner Landgericht fand am Mittwoch der Prozessauftakt gegen einen damals 19 Jahre alten Lehrling statt. Der Mann hatte sich im August 2013 nachts in der Nähe von Wolfratshausen im Auto eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert, die erst durch den Aufprall an einen Baum gestoppt wurde. An Bord hatte er außerdem Drogen.

Der angehende Spezialtiefbauer gab zum Prozessauftakt alle Vergehen zu. Er sei aus Angst vor der Festnahme wegen des Rauschgifts im Rucksack geflüchtet, erklärte er. „Das war ein total jugendtümliches Verhalten“, sagte der Anwalt des Angeklagten am Rande der Sitzung.

Der Azubi hatte sich ein Auto gekauft und gestohlene Kennzeichen montiert, um die Zulassung des Wagens vorzutäuschen. Mit diesem Fahrzeug war er nachts einer Polizeistreife aufgefallen und hatte Gas gegeben, weil er Ecstasytabletten, Cannabis und eine genehmigungspflichtige Schreckschusspistole im Auto hatte. Bei der Verfolgungsjagd mit bis zu 200 Stundenkilometern rammte der Mann bei Bad Tölz einen Streifenwagen und fuhr beinahe einen Beamten um, der ihn aufhalten wollte.

dpa

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