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Dieses Bild der Polizei zeigt einige der Waffen und Granaten, die bei dem 54-Jährigen gefunden wurden.

Irres Waffenlager in Geltendorf entdeckt

Geltendorf - Die Polizei hat in Walleshausen bei Geltendorf im Haus eines 54-Jährigen ein wahres Waffenlager ausgehoben. Vor seiner Verhaftung hatte der Mann die Beamten mit einer Lanze angegriffen.

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Flak-Granate explodiert in Garage

Der 54-Jährige ist der Vater einer der Jugendlichen, die im August vergangenen Jahres bei der Explosion von Flakgranaten aus dem Zweiten Weltkriegschwer schwerst verletzt wurden. Die Burschen hatten die Geschosse im Wald aufgesammelt und angebohrt, um an das Pulver zu kommen.

Das Faible für Militaria hat einer der jungen Männer offenbar geerbt: Im Haus seines Vater, der laut Polizei als psychisch angegriffen gilt und dem auch diverse andere Delikte vorgeworfen werden, fand die Kripo jetzt ein erschreckendes Brutalo-Sammelsurium. Darunter drei Pistolen, sieben Handgranaten samt Sprengladung und Lunte, Bajonette, Schwerter, eine Lanze, jede Menge Munition und drei selbstgefertigte Sprengvorrichtungen in Zylinderform, gefüllt mit Nägeln. Die Waffen waren großteils gut versteckt, die Handgranaten etwa lagen unter einem doppelten Boden in einem Schrank, wie ein Sprecher der Kripo berichtete. Gerade die Waffen, deren Besitz eindeutig illegal ist, waren bestens verborgen.

Weil der Mann laut Aktenlage als gefährlich gilt, hatte die Brucker Kripo Spezialkräfte aus München herbeigerufen. Sie wollten den 54-Jährgen verhaften und sein Haus durchsuchen, weil die Staatsanwaltschaft Augsburg ihm räuberische Erpressung vorwirft. Der ehemalige Elektroinstallateur hatte einem früheren Arbeitgeber Droh- und Erpresserbriefe geschrieben. Als die Beamten über ein Fenster in das verwahrloste und teils vermüllte Haus gestiegen waren, griff der Walleshausener zur Lanze. Nach einem Handgemenge wurde er aber überwältigt. Die Frau des 54-Jährigen fiel während des Gerangels in Glassplitter, die auf dem Boden herumlagen. Sie wurde verletzt und liegt im Krankenhaus. Woher die Waffen stammen, ist unklar. Bei den Handgranaten könnte es sich um Übungsgeräte handeln, die der Mann selbst mit Pulver füllte. Die Schwerter, die an den Wänden hingen, seien wohl eher Deko-Waffen, sagte ein Polizeisprecher. Während der Ermittlungen werde geprüft, ob der Mann vermindert schuldfähig ist. Der Verhaftete schweigt beharrlich.

Thomas Steinhardt

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