Mit Isomatten und Schlafsäcken: Studenten besetzen Uni Regensburg

Regensburg - Die Studenten machen ihrem Ärger Luft: Sie wollen mehr Mitbestimmungsrecht und die Abschaffung der Studiengebühren. Dafür haben sie auch das Verwaltungsgebäude der Regensburger Uni besetzt.

Studenten haben in der Nacht zu Donnerstag das Verwaltungsgebäude der Regensburger Universität besetzt. Sie fordern unter anderem mehr Mitbestimmungsrechte an den bayerischen Hochschulen und die Abschaffung der Studiengebühren, wie Stefan Christoph vom Studentischen Sprecherrat der Uni der Nachrichtenagentur dpa sagte. “Die Aktion ist eher spontan entstanden.“ Anfangs seien rund 60 Studenten dabei gewesen. Sie hätten Sofas, Isomatten und Schlafsäcke mitgebracht.

In sechs bayerischen Hochschulstädten wollten Studenten am Donnerstag gegen die Studiengebühren demonstrieren. Die Proteste in München, Nürnberg, Würzburg, Passau, Regensburg und Erlangen sind Teil der bundesweit geplanten “Bildungsstreik“-Aktionen in insgesamt 44 Städten. Die Studenten wenden sich mit ihren Aktionen außerdem gegen Konkurrenz- und Leistungsdruck und gegen die “Ausrichtung von Bildung an ihrer wirtschaftlichen Verwertbarkeit“.

Die CSU-Studentenorganisation RCDS kritisiert die neuerlichen Bildungsstreik an sechs bayerischen Hochschulen. “Es ist offensichtlich, dass der Bildungsstreik keinen Rückhalt in der Studentenschaft mehr findet. Dies schlägt sich nicht zuletzt in der niedrigen Beteiligung an den Bildungsprotestveranstaltungen nieder“, sagte die RCDS-Landesvorsitzende Carmen Langhanke am Donnerstag. Der Bildungsstreik sei mittlerweile nicht mehr als ein formaler Protest, um das linke Gewissen der Initiatoren zu beruhigen.

“Wenn die Studenten ernst genommen werden möchten, müssen sie sich auch ernstzunehmender Kommunikationsformen bedienen“, kritisierte Langhanke. Die LandesAstenKonferenz habe dagegen die Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftsministerium aufgekündigt - erhebe aber den Anspruch, die Interessen der bayerischen Studenten zu vertreten. “Das ist doch lächerlich“, kritisierte Langhanke. Die Nachwuchsakademiker der CSU wollen auch weiter mit dem Wissenschaftsministerium zusammenarbeiten.

dpa

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