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Das Eisentor, das in Bergen aufgefunden wurde, trägt den bekannten und provokanten Schriftzug „Arbeit macht frei“.

Die Polizei hofft auf baldige Infos

KZ-Tor aus Dachau: Ist es wirklich das Original?

Dachau - Das gestohlene Tor der Dachauer KZ-Gedenkstätte wurde höchstwahrscheinlich endlich aufgefunden. Die Polizei erwartet nun mit Spannung neue Infos aus Norwegen.

Nach der wahrscheinlichen Wiederentdeckung des gestohlenen Tors der Dachauer KZ-Gedenkstätte wartet die bayerische Polizei auf Angaben aus Norwegen. „Wir müssen darauf vertrauen, dass uns die Informationen schnell übergeben werden“, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord. Der Austausch laufe über das Bundeskriminalamt und die Interpol-Verbindungsstelle in Stockholm. Unklar sei noch, wann und wie das Tor nach Deutschland komme.

Gut zwei Jahre nach dem Diebstahl war ein schmiedeeisernes Tor mit dem bekannten Schriftzug „Arbeit macht frei“ in Bergen aufgetaucht. Nach Einschätzung der Ermittler vom Freitag handelt es sich dabei „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ um das Original. Ein Tippgeber hatte die norwegische Polizei den Angaben zufolge zu dem Tor geführt.

Viele Fragen sind noch offen

„Wer ist der Hinweisgeber, wer hat das Tor gefunden, wie ist es zur Polizei gelangt“, listete der Polizeisprecher eine Reihe offener Fragen auf. Den bisherigen Erkenntnissen zufolge stand es in der Nähe von Bergen im freien Gelände. Die Polizei hatte seit November 2014 erfolglos nach dem 100-Kilo-Tor und seinen Dieben gefahndet.

„Der Fund ist für uns auf jeden Fall überraschend“, sagte der Sprecher. Zumal der Fundort in Norwegen relativ weit weg sei. Aber auch gerade deshalb hoffe er auf rasche Informationen der Skandinavier: „Die politische Dimension und Bewertung des Diebstahls und des Fundes wird in Deutschland eine andere sein als in Norwegen.“

dpa

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