Nach Untreue-Vorwürfen

Jägerpräsident Vocke lässt Ämter ruhen

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München – Der Präsident des Bayerischen Jagdverbands Jürgen Vocke lässt alle seine Ämter vorerst ruhen. Das bestätigte er gestern nach einer Präsidiumssitzung des Jagdverbands.

„Ich lasse alles ruhen, bis die Vorwürfe geklärt sind“, sagte Vocke, der den Verband seit 25 Jahren führt. Er reagierte damit auf den immer größer werdenden Druck aus der Jägerschaft. Ein Präsidiumsmitglied hatte zuvor Anzeige gegen Vocke erstattet. Zuletzt durchsuchte die Staatsanwaltschaft die Verbandszentrale in Feldkirchen (Kreis München). Ermittelt wird wegen des Verdachts der Untreue und Unterschlagung von Verbandsgeldern. Vocke bestreitet die Vorwürfe.

Der 76-Jährige hatte bereits im Vorfeld erklärt, beim nächsten Landesjägertag im Frühjahr nicht mehr für das Amt des Präsidenten kandidieren zu wollen. Doch zuletzt hatten immer mehr Kreisgruppen angekündigt, schon bei der außerordentlichen Delegiertenversammlung am 26. Oktober für eine Abwahl Vockes zu stimmen. Diesem Misstrauensvotum kommt Vocke nun zuvor.

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