Für das Jahr 2013

Einigung im Streit um Notarzt-Bezahlung

München - Jahrelang ging es im Streit um die Bezahlung der Notarzteinsätze in Bayern nicht recht voran. Jetzt ist Bewegung in die Frage gekommen: Für dieses Jahr gibt es eine Einigung, und für das kommende Jahr scheint eine Lösung in greifbarer Nähe.

Im Streit um die Bezahlung von Notarzt-Einsätzen gibt es zumindest für das laufende Jahr eine Lösung. Für 2013 werde eine Honorarvereinbarung abgeschlossen und so die Finanzierung der Einsätze sichergestellt, teilten Gesundheits- und Innenministerium am Montag mit. Darauf habe sich die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) mit den Kostenträgern - Krankenkassen und Unfallversicherung - geeinigt. Für das Jahr 2014 solle im Herbst eine Vergütungsvereinbarung vorliegen. Der Abrechnungsstreit schwelt bereits seit Jahren.

Die KVB und die Arbeitsgemeinschaft der bayerischen Krankenkassenverbände werteten die Einigung als tragfähig. Die „Arbeitsgemeinschaft der in Bayern tätigen Notärzte“ war an den Verhandlungen nicht beteiligt, aber auch sie sieht das Ergebnis vorsichtig optimistisch. Es sei ein „wesentlicher Schritt in die richtige Richtung“, sagte der Vorsitzende des Notärzte-Verbandes, Peter Sefrin, im „Bayerischen Rundfunk“. Allerdings bleibe noch „ein Rest von Skepsis“.

Die neue Vereinbarung soll das Vergütungsniveau der notärztlichen Leistungen sicherstellen. Vor allem werde es weiter Maßnahmen geben, damit im Flächenstaat Bayern auch in ländlichen Regionen immer genug Notärzte für einen Einsatz bereitstehen. Die Kostenträger wollten dafür Mittel der Strukturförderung zur Verfügung stellen, hieß es in der Ministeriumsmitteilung. Die KVB werde die Mittel einsetzen, um mit gezielten Maßnahmen die Bereitschaft zur Mitwirkung von Ärzten im Rettungsdienst flächendeckend zu gewährleisten. Dazu zählen zum Beispiel Anfahrtspauschalen.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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