Das Fahndungsplakat der thailändischen Polizei nach der spektakulären Flughafen-Flucht.

In Amberg verhaftet

Wie bei James Bond: Bayer flüchtet um die Welt

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Amberg - Ein 26-Jähriger hat eine Flucht wie bei James Bond hinter sich – über drei Kontinente. Vom australischen Outback über Asiens Metropole Bangkok bis ins beschauliche Amberg. Dort wurde er gestoppt.

Hingelegt hat die Tour der 26-jährige Konstantin K. aus dem Kreis Sulzbach-Rosenberg, er blickt bereits auf eine steile Verbrecherkarriere zurück. Kurz vor Weihnachten wurde er nun im Elternhaus in der Oberpfalz festgenommen – nach jahrelangem Katz-und- Maus-Spiel mit den Polizeibehörden.

Konstantin K. wird das erste Mal mit 14 Jahren auffällig: Er bricht mit einem Spezl in mehrere Schulen ein und stiehlt Computer und Flachbildschirme. Später soll er für 300 Tage ins Gefängnis, doch bevor er diese absitzt, macht sich Konstantin aus dem Staub. Mit 18 Jahren fliegt er nach Australien, schlägt sich dort mit Jobs durch. Laut Medienberichten wird er in dieser Zeit drogenabhängig, schmuggelt Ecstasy und Cannabis. Er stiehlt auch – Juwelen und Pässe. Gleichzeitig hält er sich auch noch illegal in Australien auf, da er nur über ein Touristenvisum verfügt. Die Behörden kommen ihm auf die Schliche und verurteilen ihn für seine Vergehen zu neun Jahren Haft.

Zwei Jahre sitzt der damals 24-Jährige ab, dann gewinnt er Ende 2012 die Berufung. Die Australier ordnen seine Abschiebung nach Deutschland an.Doch bei der Zwischenlandung in Bangkok nutzt Konstantin K. die Gunst der Stunde: Als seine zwei Bewacher im Transit ein Nickerchen machen, versteckt sich der Oberpfälzer zunächst für 30 Stunden auf dem Flughafen. Dann knackt er mittels Kurzschluss einen Notausgang und taucht in der asiatischen Metropole unter …

Ohne Geld schlägt sich der Bayer durch – bis er am 30. Mai 2013 in der deutschen Botschaft in Bangkok verhaftet wird. Konstantin wollte dort einen Pass beantragen. Wieder wird er nach Deutschland geschickt – am Frankfurter Flughafen empfangen ihn die Grenzbeamten. Hier holt ihn seine Vergangenheit ein: Der Haftbefehl für die Schul­einbrüche steht noch aus. „Er bekam die Auflage, sich bei den Behörden zu stellen“, berichtet Ambergs Polizeisprecher Peter Krämer. Als er sich jedoch nicht meldet, legen sich Zivilfahnder im Herbst 2014 auf die Lauer: In Amberg beschatten sie sein Elternhaus, bis er dort gesehen wird. Die Polizisten klingeln, doch es öffnet niemand. Die Polizei durchsucht schließlich kurz vor Weihnachten das Haus und wird fündig, Konstantin K. sitzt im Keller hinter dem Öltank und jetzt mal wieder in Haft – für 300 Tage.

aw

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