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125 000 Euro hatte Pfarrer Eichhammer 2002 bei Günther Jauch gewonnen.

Jauchs Pfarrer: Amtsgericht verurteilt ihn wegen Untreue

Altötting - Jeden Sonntag gingen seine Ministranten brav mit dem Klingelbeutel durch die Kirche. Dass Pfarrer Rudolf Eichhammer (bekannt aus Wer wird Millionär?) die Spendengelder seiner Gemeinde aber nach Thailand überwies, davon wusste niemand.

Strafbefehl gegen Pfarrer

Jetzt kassierte der Geistliche vor dem Amtsgericht Altötting die Quittung für seine Geldsendungen. 56 700 Euro hatte der ehemalige Stadtpfarrer von Töging im Zeitraum von zwei Jahren zweckentfremdet. Der Strafbefehl gegen den 65-Jährigen wurde jetzt rechtskräftig: Ein Jahr Freiheitsstrafe, ausgesetzt zur Bewährung auf drei Jahre.

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Zudem muss er drei Jahre lang jeden Monat 100 Euro an eine wohltätige Einrichtung spenden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sich der Pfarrer Untreue in 32 Fällen zuschulden kommen ließ. Eichhammer behauptete, er habe nur einem kranken Freund helfen wollen. Die Gelder stammten von dem Caritas-Konto, dem Opferstock in der Kirche und zwei internen Konten der Kirchenstiftung. Pfarrer Eichhammer ist jetzt vorbestraft. Als Beamter müsste er außer Dienst gestellt werden.

Doch die Kirche sieht das anders. Er bleibt nach Angaben des Erzbischöflichen Ordinariats weiter Pfarrer im Ruhestand. Seit Februar 2009 lebt er in Landshut. Wie er jetzt eingesetzt wird, steht noch nicht fest. Im Februar 2002 hatte Rudolf Eichhammer bei Günther Jauchs Wer wird Millionär? 125 000 Euro gewonnen. Damals wollte er das Geld für die Renovierung der Stadtkirche spenden – es kam nie an.

ma

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