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Damals mit Lebendfalle, heute mit Spezialfalle: Stefan Löffler vom Landratsamt Erlangen-Höchstadt und Erlangens Bürgermeisterin Susanne Lender-Cassens machen Jagd auf die angebliche Schnappschildkröte.

Zwei Monate nach der Sichtung

Jetzt mit Spezialfalle: Erlangen jagt Schildkröte

Erlangen - Beim Sonnen soll die angebliche Schnappschildkröte aus Erlangen nun in die Falle gehen. Dafür wird eine spezielle Fangvorrichtung gebaut - nach amerikanischem Vorbild.

Fast zwei Monate nach ihrer angeblichen Sichtung ist die Schnappschildkröte in Erlangen noch immer nicht gefunden worden. Mit einer speziellen neuen Falle wollen die Behörden das Tier nun fangen, wie Landratsamts-Sprecherin Hannah Reuter am Montag sagte. Zwei Teichwirte hätten nach starkem Regen in den vergangenen Wochen Spuren gesehen, die vermutlich von dem Tier stammten. Daher gingen sie davon aus, dass die Schildkröte sich inzwischen in einem anderen Schilfweiher aufhält. Hier soll in den nächsten Tagen eine dritte Falle eingesetzt werden.

Die Falle nach amerikanischem Vorbild besteht aus Plastikrohren und einem Drahtkäfig. Die Erbauer wollen sich zunutze machen, dass sich Schildkröten regelmäßig sonnen. Das Tier soll die Falle als eine Art Sonnendeck wahrnehmen, hinaufklettern und dann durch eine Öffnung in den Käfig fallen. „Wir rechnen uns gute Chancen für die amerikanische Falle aus“, sagte Reuter.

„Außerdem nehmen wir jetzt eine spezielle Delikatesse als Köder: Amerikanische Zwergwaller“, erläuterte sie. Die kleinen Fische stammten wie die Schildkröte aus Nordamerika. Die zwei Fallen, die schon seit rund vier Wochen in Betrieb sind, sollen in andere Weiher gesetzt werden.

„Wir geben noch nicht auf“, sagte Reuter. Anfang September könne sich das Tier langsam in Winterschlaf begeben: „Dann graben die sich im Schlamm ein und man findet sie nicht mehr.“ Dann werde aber im nächsten Frühjahr weiter nach der Schnappschildkröte gesucht.

Spaziergänger wollen das auf den Spitznamen Suarez getaufte Reptil Anfang Juli am Kleinen Bischofsweiher gesehen haben. Ein Foto von dem Tier oder von seinen Fuß- und Schwanzspuren im Schlamm gibt es nicht. Im vergangenen Jahr hatte die angebliche Schnappschildkröte Lotti in Irsee im Allgäu wochenlang für Wirbel gesorgt. Gefunden wurde sie bis heute nicht.

dpa

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