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Noch gibt's genug Bier: Doch jetzt streiken die Brauer.

Brauer-Streik: Bier könnte knapp werden

München - Im Tarifstreit des bayerischen Braugewerbes haben am Freitag die ersten Brauer ihre Arbeit niedergelegt. Jetzt könnte das Bier knapp werden.

Nach einem ersten Warnstreik im Allgäuer Brauhaus in Marktoberdorf will die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) die Aktionen in der kommenden Woche ausweiten. "Es kann natürlich zu Engpässen kommen", sagte der Sprecher des Bayerischen Brauerbundes, Walter König. "Wer auf eine bestimmte Marke schwört, sollte sich vielleicht vorsichtshalber eindecken und eine Kiste mehr in den Keller stellen." Hans Hartl von der NGG sprach von einer "Warnstreikwelle" und kündigte an: "Nächste Woche geht's rund."

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Am Montag wollten Beschäftigte in weiteren Brauereien zeitweise ihre Arbeit niederlegen, sagte Hartl. Details nannte er aber noch nicht. Weil ein Schwerpunkt der Warnstreiks wahrscheinlich auf dem Fuhrpark liegen werde, könne das Bier nicht mehr so problemlos ausgeliefert werden, sagte König. Auch deutschlandweit könnten die Warnstreiks der bayerischen Brauer Auswirkungen haben. Rund ein Viertel der etwa 100 Millionen Hektoliter Bier, die jährlich in Deutschland gebraut werden, kommt aus Bayern. König betonte allerdings: "Das Bier wird sicher nicht ausgehen. Das wäre ja eine Katastrophe."

Die NGG fordert für die rund 10.000 Beschäftigten im bayerischen Braugewerbe sechs Prozent mehr Lohn. Der Bayerische Brauerbund bietet nach eigenen Angaben zwei Prozent mehr Geld ab dem 1. April. Arbeitgeber und Beschäftigte hatten die zweite Runde in den Tarifverhandlungen vor rund zwei Wochen ergebnislos abgebrochen. "Wir haben ein gutes Angebot vorgelegt", sagte der Hauptgeschäftsführer des Brauerbundes, Lothar Ebbertz. Die geplanten Warnstreiks, zu denen die NGG aufgerufen hatte, bezeichnete er als überzogen. "Wir hatten angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage auf mehr Vernunft gehofft."

dpa

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