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Sicherheitsbeamte helfen Minister Herrmann aus dem umgekippten Bagger.

Herrmann: "Plötzlich gab die Erde nach"

München - Joachim Herrmann ist bei einem Baggerunfall verletzt worden. Das Unglück geschah beim Spatenstich zum Bau einer Straße in Kempten. Mit dem Münchner Merkur sprach der Innenminister über den Moment, als der Bagger langsam kippte.

Herr Herrmann, wie haben Sie den Baggerunfall in Kempten überstanden? Wo schmerzt es denn überall?

Den Umständen entsprechend geht es sehr gut. Ich habe – verursacht durch die zersplitterte Fensterscheibe – leichte Schnittwunden im Gesicht und Abschürfungen an den Händen. Der linke Knöchel ist geprellt.Plötzlich

Wie ist der Unfall denn eigentlich ganz genau passiert?

Ich bin im Führerhaus des Baggers gesessen und hatte unter Anleitung des Baggerfahrers schon eine große Schaufel voll Erde ausgebaggert und zur Seite ausgeleert. Beim zweiten Mal gab plötzlich die weiche Erde unter der linken Kette nach, wodurch der Bagger insgesamt in eine Schieflage geriet und dann kippte. Dabei wurde das Fahrerhaus eingedrückt und die Fenster zersplitterten. Gott sei Dank hat der ausgefahrene Baggerarm das Ganze dann gestoppt.

Joachim Herrmann verletzt sich bei Baggerunfall

Joachim Herrmann verletzt sich bei Baggerunfall

Wie war Ihnen zumute, als der Bagger langsam umkippte?

Ich hatte für einen Moment die Sorge, wie weit der Bagger noch kippt und das Führerhaus unter sich begräbt.

Wessen Idee war es überhaupt, den Bagger einzusetzen?

In diesem Fall hatte die Stadt Kempten die Idee. So einen Baggerstich habe ich nicht zum ersten Mal gemacht. Das war bisher auch bei vielen meiner Ministerkollegen absolut üblich.

Wird der Vorfall ein Nachspiel haben?

Unfallursache und Unfallverlauf werden – wie in solchen Fällen immer – aufgearbeitet und dokumentiert.

Jeder Bub träumt davon, einmal Bagger zu fahren. Für Sie ist das zum Albtraum geworden, oder?

Es ist ja nicht viel passiert. Deshalb kann man wohl nicht von einem Albtraum sprechen.

Den nächsten Spatenstich werden Sie wohl nicht mit dem Bagger vornehmen?

Sicher nicht. Ich greife beim nächsten Mal lieber wieder zum bewährten, guten bayerischen Spaten.

Das Interview führte Claudia Möllers

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