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Heimatverbunden, aber auch experimentierfreudig – so sieht sich Josefa Schmid

Bürgermeisterin postete Video

Josefa hat Ärger wegen Rainhard Fendrich!

Kollnburg - Niederbayerische Bergidylle, Badeszenen im Großen Arbersee, eine Musikerin im Dirndl: Alles könnte so schön sein, aber der singenden Bürgermeisterin von Kollnburg, Josefa Schmid, droht nun ein juristisches Nachspiel.

Schmid hat sich offenbar Ärger mit dem österreichischen Austro-Pop-Sänger Rainhard Fendrich eingehandelt. Die FDP-Politikerin aus Kollnburg hatte den Fendrich-Song "Weus‘d a Herz hast wia a Bergwerk" als Liebeserklärung an ihre Heimat neu produziert und auf der Video-Plattform YouTube veröffentlicht (wir berichteten). „Ich habe mir nichts Böses dabei gedacht“, sagte sie am Wochenende. Zwar ist das Video, das inzwischen über 30 000 Mal angeklickt wurde, im Internet noch immer zu sehen - allerdings ohne Ton. Das von Schmid ursprünglich hochgeladene Video ist jedoch mit dem Hinweis auf den Urheberrechtsanspruch einer Wiener Anwaltskanzlei nicht mehr verfügbar.

Der Hintergrund war übers Wochenende unklar: Weder Kanzlei noch das Management von Fendrich waren für eine Stellungnahme zu erreichen. „Ich habe mich vorher nicht mit dem Management abgesprochen“, räumte Schmid ein. Als studierte Juristin habe sie allerdings zum Thema Urheberrecht recherchiert. „Auf YouTube gibt es etliche Cover-Videos – eine Grauzone ist das.“

Am Montag will die Bürgermeisterin ein Gespräch mit Fendrichs Management führen. Das sei bereits vereinbart. „Ich bin zuversichtlich, dass wir eine Lösung finden, weil ich das Fendrich-Lied nicht kommerziell und definitiv nicht für Wahlkampfzwecke gemacht habe – lediglich als Hobby.“ Seit ihrer Kindheit musiziert und singt sie, sie beherrscht zehn Instrumente, darunter Gitarre, Harfe und Zither. Bereits 2009 veröffentlichte sie den Kollnburg-Song über ihre Heimat im Landkreis Regen.

Schmid, die 2012 von der CSU zur FDP übertrat, will im September in den bayerischen Landtag einziehen. Seit 2008 ist sie Bürgermeisterin der knapp 3000 Einwohner zählenden Gemeinde. Fern der Politik sorgte sie für Aufsehen mit einem BH-Foto in einem Männermagazin oder als Statistin in der bayerischen Kinokomödie Eine ganz heiße Nummer, die auch in Kollnburg gedreht wurde.

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