Judo-Trainer soll Kinder missbraucht haben

Passau - Ein Judo-Trainer aus Passau soll über Jahre hinweg Kinder missbraucht haben. Gegen den 38-Jährigen sei Anklage erhoben worden.

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Missbrauchs-Trainer: Acht Jahre Haft plus Sicherheitsverwahrung

Das sagte der Passauer Oberstaatsanwalt Joachim Peuker am Mittwoch. Allerdings hat das Landgericht Passau noch nicht entschieden, ob die Anklage zugelassen wird. Der Trainer war bereits im Juli 2008 wegen Kindesmissbrauchs in drei Fällen zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Nach weiteren Befragungen von Eltern legt die neue Anklage dem Mann mindestens 224 Fälle zur Last. Peuker bestätigte damit einen Bericht der “Passauer Neuen Presse“.

Bei den missbrauchten Kindern und Jugendlichen soll es sich um ein Mädchen und mehrere Jungen handeln. Die Opfer seien zur Tatzeit zwischen 9 und 15 Jahren alt gewesen, sagte Peuker. Der Judo-Trainer, der nach den Worten Peukers bis zuletzt im Vereinsvorstand des Passauer Judo-Vereins saß, habe die Taten inzwischen gestanden. Er sitzt seit April in Untersuchungshaft. Er soll sich seit 1994 bis Anfang dieses Jahres an den jungen Judosportlern vergangen haben, ihnen beim Duschen zum Beispiel an die Geschlechtsteile gefasst haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Informatiker auch nach seiner ersten Verurteilung weiter Kinder missbraucht hat.

Sollte das Passauer Landgericht die neue Anklage zulassen, muss sich der Trainer im Fall einer Verurteilung auf eine deutlich höhere Gefängnisstrafe einstellen. Bisher ist er für drei Missbrauchsfälle während eines Zeltlagers im Sommer 2007 zu einer zehnmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt. In einem neuen Verfahren müsste er sich auf bis zu 15 Jahre Haft einstellen.

dpa

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