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Tristan Schuler (rechts) und Noel Wierschen Fernandes aus dem unterfränkischen Elsenfeld präsentieren in der Universität Regensburg beim bayerischen Landeswettbewerb "Jugend forscht" ein Flugauto. Das ferngesteuerte Modellauto kann fahren und fliegen.

Regensburg

"Jugend forscht": Preise für Nachwuchs-Tüftler

Regensburg - 18 junge Tüftler aus Bayern sind am Freitag beim Landeswettbewerb „Jugend forscht“ ausgezeichnet worden.

Die jungen Erfinder hatten die 29-köpfige Jury mit ihren Arbeiten in den Themenfeldern Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik überzeugt. Bei dem Festakt an der Universität Regensburg überreichte Bildungsstaatssekretär Georg Eisenreich (CSU) die Preise. „Ich bin mir sicher: Sie haben dadurch auch für ihr späteres Leben entscheidende Kompetenzen gestärkt: Leistungsbereitschaft, Kreativität und Durchhaltevermögen“, sagte Eisenreich zu den jungen Forschern. Die Gewinner dürfen ihre Arbeiten beim 50. Bundeswettbewerb vom 26. bis 30. Mai in Ludwigshafen präsentieren.

Mehr als 230.000 Anmeldungen seit 1965

Vor 50 Jahren rief der damalige Stern-Chefredakteur Henri Nannen die Initiative „Jugend forscht“ ins Leben, um den wissenschaftlichen Nachwuchs in Deutschland zu fördern. Der Wettbewerb bezeichnet sich heute selbst als „größten und ältesten Public-private Partnership Deutschlands“.

Im Jubiläumsjahr nehmen 11 500 Kinder und Jugendliche bis 21 Jahren an den Wettbewerben teil, 826 aus Bayern. Die Teilnehmer werden von annähernd 6000 Lehrern ehrenamtlich betreut. 3000 Juroren, meist Wissenschaftler, Unternehmer und Lehrer, sind ebenfalls unentgeltlich im Einsatz. Rund 250 Firmen und Partner aus der Wirtschaft fördern die Wettbewerbe oder stellen ihre Einrichtungen zur Verfügung. Das Bundesforschungsministerium finanziert die Hamburger Geschäftsstelle.

Seit der Gründung 1965 haben sich mehr als 230 000 junge Leute angemeldet. Die Bundesländer sind dabei unterschiedlich stark vertreten. Zu den klassischen „Jugend forscht“-Ländern zählen Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und inzwischen auch Thüringen. Der Anteil der Mädchen ist von 8,2 Prozent im Jahr 1966 auf 38,6 Prozent im Jahr 2002 gestiegen. Seitdem ist er wieder leicht gesunken.

dpa

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