Jugendliche blenden Zivilstreife mit Laserpointer

Bayreuth -  Ausgerechnet eine Zivilstreife haben sich zwei Jugendliche für ihre gemeine Attacke ausgesucht. Jetzt sitzen sie wegen gefährlicher Körperverletzung auf der Anklagebank.

Wer andere Autofahrer mit Laserpointern blendet, riskiert neben einer Anzeige wegen Körperverletzung auch den Führerschein. Darauf hat am Freitag die Staatsanwaltschaft Bayreuth nach einer Blendattacke eines Fahranfängers hingewiesen. Der auf einen entgegenkommenden Autofahrer gerichtete Laserstrahl könne diesen derart blenden, dass er die Kontrolle über seinen Wagen verliere und es zu einem schweren Unfall komme, warnte der Sprecher der Bayreuther Staatsanwaltschaft, Thomas Janovsky, in einer Mitteilung.

Im konkreten Fall hatten Anfang Februar ein 19 Jahre alter Fahrer und sein zwei Jahre jüngerer Beifahrer in den Abendstunden den Strahl zweier Laserpointer auf die Insassen entgegenkommender Autos gerichtet und diese geblendet. Ihr Pech sei nur gewesen, dass unter den Geblendeten ausgerechnet eine Zivilstreife der Bayreuther Polizei gewesen sei.

Die Zivilbeamten stoppten umgehend den Geländewagen der beiden Heranwachsenden und stellten im Wageninneren zwei Laserpointer sicher. “Es war nur dem Zufall zu verdanken, dass es hier zu keinem Unfall kam“, stellt Janovsky fest. Zudem sei die Blendwirkung der Laserstrahlen in der Dunkelheit so intensiv gewesen, dass die Zivilbeamten plötzlich unter Kopfschmerzen litten. Der 17- und der 19-Jährige müssen sich nun wegen gefährlicher Körperverletzung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr verantworten.

dpa

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