Junger Mann tötet Mutter der Ex - Haft

Regensburg - Weil er die Mutter seiner Ex-Freundin brutal umgebracht hat, ist am Mittwoch ein 19-Jähriger vom Landgericht Regensburg zu achteinhalb Jahren Jugendstrafe verurteilt worden.

Der aus Frankfurt am Main stammende Türke hatte vor einem Jahr mit der in Regensburg lebenden türkischen Familie einen heftigen Streit, weil er unbedingt wollte, dass seine frühere Freundin zu ihm zurückkehrt.

Einen Monat vor der Bluttat hatte der damals 18 Jahre alte Mann bereits die Tochter nach Frankfurt entführt und vier Tage lang in der Wohnung seiner Eltern festgehalten. Der 19-Jährige, der nun wegen Totschlags verurteilt wurde, wollte mit der Entführung erzwingen, dass seine Ex-Freundin zu ihm zurückkehrt. Die junge Frau hatte sich zuvor von dem eifersüchtigen und besitzergreifenden Partner getrennt. Die Jugendlichen hatten sich 2007 über das Internet kennengelernt, damals waren beide 17 Jahre alt.

Schließlich wollte der Mann auf die Mutter einreden, damit die Tochter zu ihm zurückkommt. Deswegen fuhr er im September 2008 mit der Bahn nach Regensburg und besuchte die 42 Jahre alte Frau. Als aber auch die Mutter dem Mann eine Abfuhr erteilte, zückte der Zurückgewiesene ein mitgebrachtes Messer und stach etliche Male auf die Frau ein. Als durch die Wucht der Stiche das Messer verbogen war, holte der Täter ein zweites Messer aus der Küche. Zudem trat er der schwer verletzten Frau auch ins Gesicht. Die Leiche versteckte er unter dem Ehebett. Anschließend flüchtete er nach München, wo er kurze Zeit später in einer Straße in der Innenstadt gefasst wurde.

Vor Gericht hatte der Mann zunächst der 42-Jährigen die Schuld gegeben. Die Frau sei zuerst auf ihn mit einem Messer losgegangen, hatte er behauptet. Erst im Laufe des Prozesses gab er das Verbrechen vollständig zu. Die Familie des Opfers ist durch die Tat schwer traumatisiert. Der Ehemann sowie die Tochter sind in Behandlung, die Ex-Freundin ist sogar bis heute in einer Klinik. Dem 19-Jährigen droht nach der Gefängnisstrafe die Abschiebung in die Türkei.

dpa

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