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Endete mit einem Polizei-Großeinsatz in Nordbayern: Junggesellenabschied.

Einsatzkräfte vermuten Schlimmes

Polizei umstellt Haus in Bayern mit Großaufgebot - dahinter steckt Junggesellenabschied

Eine Autofahrerin meinte, den Beginn einer Gewalttat zu sehen und rief die Polizei. Die umstellte ein Haus in Nordbayern. Dahinter steckte ein Junggesellenabschied.

Bad Neustadt - Im Landkreis Rhön-Grabfeld löste ein Junggesellenabschied einen großen Polizeieinsatz aus. Samstag früh gegen 10 Uhr rief eine aufmerksame Autofahrerin die Polizei in Mellrichstadt, weil sie einen maskierten Mann samt Pistole in ein Haus hineinstürmen sah. Die Beamten forderten umgehend Unterstützung aus umliegenden Dienststellen an und rückten aus. 

Am vermeintlichen Tatort angekommen, konnte die Polizei niemanden antreffen. Bis zu diesem Zeitpunkt, konnten die Beamten eine Straftat nicht ausschließen, da weder der Hauseigentümer noch seine Verlobte telefonisch erreicht werden konnten. Somit wurde das Anwesen umstellt und im Nahbereich eine Fahndung eingeleitet. 

Junggesellenabschied in Bayern: Die Entführung endet plötzlich am Bahnhof

Kurze Zeit später konnte der bis dahin als entführt geglaubte Hauseigentümer telefonisch erreicht und am Bahnhof angetroffen werden. Von diesem Zeitpunkt an konnte der Sachverhalt schnell aufgeklärt werden. Es stellte sich raus, dass der vermeidliche Überfall, eine gespielte „Entführung“, im Zuge eines Junggesellenabschieds war. 

Der „Täter“ entpuppte sich hierbei als der Trauzeuge, der samt Sturmhaube und  Schreckschusspistole den Bräutigam an der Haustür erschreckte. Daraufhin machte sich die Männergruppe, ganz ohne Maskierung oder Schusswaffe, auf zum Bahnhof um den eigentlich geplanten Ausflug zu starten.

Was die Männer bis dahin noch nicht wussten war, dass eine Zeugin verängstigt die Polizei verständigt hatte. Dieses Missverständnis hätte schnell geklärt werden können, wenn dem Bräutigam nicht vorher von seinen Freunden das Mobiltelefon abgenommen worden wäre. Bei allem Pech, konnte der Polizeieinsatz schnell beendet werden, nachdem die Beamten sichergestellt hatten, dass auch wirklich niemand zu Schaden gekommen ist.

Böses Erwachen für Trauzeugen - Polizei mit deutlichem Appell

Für den 26-Jährigen Trauzeugen hat der überraschende Polizeibesuch jedoch noch ein Nachspiel. Denn dieser besitzt zwar völlig legal die benutze Schreckschusspistole, jedoch fehlt im darüber hinaus der „kleine Waffenschein“, der ihm das Führen in der Öffentlichkeit erlauben würde. 

Zudem weißt die Polizei darauf hin, dass sie sich „über jede Hochzeit im Regierungsbezirk“ freue, jedoch darum bittet „bei der Vorbereitung von Junggesellenabschieden die Grenzen des Spaßes nicht zu überschreiten und keine Personen zu verängstigen."

Zusätzlich bittet sie um „eine gewisse Sensibilität bei der Planung solcher Veranstaltungen an den Tag zu legen und vor allem nicht mit Waffen in der Öffentlichkeit zu hantieren.“

Wieder Junggesellenabschied in Bayern: Bräutigam vermutet Einbrecher

Die unterfränkische Polizei meldet am Wochenende gleich zwei Einsätze wegen zweier Junggesellenabschiede, die für jede Menge Aufregung sorgten. 

Der zweite Einsatz fand am Samstagsmittag in Amorbach im Landkreis Miltenberg statt. Die Polizei erhielt einen Notruf von einem 27-Jährigen Mann, der einen Einbruch in seinem Haus meldete. Laut Aussagen des Mannes am Telefon würden die Einbrecher Gegenstände im Haus zerstören. 

Alles ein Missverständnis wie sich beim Polizeieinsatz wenige Minuten später herausstellt. Bei den angeblichen Einbrechern handelte es um Freunde des Mannes, die ihn zum Junggesellenabschied abholen und gleichzeitig erschrecken wollten. 

Junggesellenabschiede werden für viele Wirte zum Ärgernis

Mittlerweile gibt es viele Fälle bei den Junggesellenabschiede deutlich aus dem Ruder laufen. Mittlerweile wehren sich selbst bekannte Münchner Biergärten wie der Augustiner-Keller in München und verbieten Junggesellenabschiede (Merkur.de*).

Erst vor Kurzem eskalierte ein Junggesellenabschied.

Marco Kruse

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Netzwerks.

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