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Der geplante Lückenschluss könnte ein Fall fürs Gericht werden.

Juristische Auseinandersetzung immer wahrscheinlicher

Frankenschnellweg - ein Fall fürs Gericht?

Nürnberg - Beim geplanten Lückenschluss der A 73 innerhalb Nürnbergs wird eine juristische Auseinandersetzung immer wahrscheinlicher.

Nach einem dreitägigen öffentlichen Erörterungstermin lehnt das "Bündnis gegen den kreuzungsfreien Ausbau des Frankenschnellwegs" das Projekt weiterhin ab. "Sollten die Planungen genehmigt werden, muss die Stadt Nürnberg damit rechnen, dass wir vor das Verwaltungsgericht ziehen", so Bündnissprecher Markus Ganserer am Mittwoch.

Die Ausbaustrecke sei als Kreisstraße ausgewiesen. Tatsächlich entstehe aber eine Stadtautobahn ohne Ampeln und Kreuzungen.

"Dafür ist ein Beschluss des Bundestages erforderlich", so Ganserer weiter. Bündnis-Anwalt Eike Schönefelder sprach von einem "Etikettenschwindel auf Kosten der Anwohner". Der Jurist äußerte zudem weitere rechtliche Bedenken.

Unterstützung bekommen die Ausbaugegner aus Erlangen und Fürth. Zwar lehnen die beiden Nürnberger Nachbarstädte den Ausbau des Frankenschnellwegs nicht grundsätzlich ab. "Wir haben aber erhebliche Bedenken, was die Verkehrsprognose angeht", sagte Fürths Stadtbaumeister Joachim Krauße der Nachrichtenagentur dpa.

Die Auswirkungen des Ausbaus seien nur bis zum Jahr 2020 berechnet worden. Das Großprojekt mit einer geplanten Bauzeit von mindestens sieben Jahren werde aber bis dahin noch gar nicht fertiggestellt sein. Krauße forderte deshalb eine "korrekte Ermittlung". Rechtliche Schritte plane die Fürther Stadtverwaltung derzeit nicht: "Wir warten das Ende des Planverfahrens ab und sehen dann weiter".

dpa

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