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Das Skigebiet Grasgehren am Riedberger Horn bei Obermaiselstein.

Liftprojekt am Riedberger Horn

Kabinett: Weg für Skischaukel im Allgäu ist frei

München - Die Staatsregierung hat den Weg für die umstrittene Skischaukel am Riedberger Horn (Allgäu) frei gemacht. Das Kabinett änderte dafür das Landesentwicklungsprogramm.

Die Skischaukel am Riedberger Horn kann gebaut werden. Um das zu ermöglichen, musste die bayerische Regierung das Landesentwicklungsprogramm ändern: Die für das Liftprojekt vorgesehene Fläche von 80 Hektar wird aus der strengsten Alpen-Schutzzone C herausgenommen. Eine Ersatzfläche von 304 Hektar soll stattdessen neu dort aufgenommen werden.

Über den Bau der Skischaukel entscheidet aber nicht die Staatsregierung. Für die endgültige Prüfung und Genehmigung des Vorhabens ist das Landratsamt zuständig.

Die Gemeinden Balderschwang und Obermaiselstein wollen ihre beiden Skigebiete mit einem neuen Skilift verbinden, um angesichts der Konkurrenz in Österreich attraktiv zu bleiben. Die Bevölkerung dort hat sich in Bürgerbefragungen für den Zusammenschluss ausgesprochen.

Heimatminister Söder: „Verbesserung für den Naturschutz“

Heimatminister Markus Söder (CSU) verteidigte den Kabinettsbeschluss. Es sei nur ein sehr kleiner Teil der strengen Schutzzone C betroffen, außerdem würden hochwertigste Flächen strenger geschützt. „Das ist eine deutliche Verbesserung für den Naturschutz“, argumentierte er.

Naturschützer und verschiedene Verbände kritisieren das Vorgehen der Staatsregierung als inakzeptablen Taschenspielertrick - sie drohen mit Klagen. Zudem warnen sie davor, dass andere Kommunen dem Allgäuer Beispiel folgen könnten. Dem widersprach Söder: Man ändere das Landesentwicklungsprogramm nicht jedes Jahr. Und es gebe auch keine vergleichbare Situation in anderen Kommunen.

dpa/lby

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