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Schüler während des Unterrichts.

Kahle Betonschulen: Mehr Gestaltungsfreiheit für Schüler gefordert

München - Kahle Schulgebäude sollen der Vergangenheit angehören: Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) fordert mehr Mitspracherecht bei der Gestaltung von Schulgebäuden.

Die bayerischen Schulgebäude bestehen immer häufiger nur noch aus nackten Beton. “In vielen Fällen gehen die Gesichtspunkte der planenden Architekten an ihren Bedürfnissen vorbei. Das müssen wir ändern“, teilte der BLLV-Abteilungsleiter für Schul- und Bildungspolitik, Fritz Schäffer, am Donnerstag in München mit. Statt nacktem Beton und Treppenhäusern ohne Tageslicht will der BLLV Räume mit variablen Grundschnitten, die verschiedene Unterrichtsformen und künftige Veränderungen ermöglichen.

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“Im Vordergrund dürfen nicht technische Standards stehen, sondern die Bedürfnisse der Schule“, forderte Schäffer. Er kritisierte, dass der Freistaat den Schulträgern Zuschüsse nach veralteten Raumprogrammen gebe. So seien pro Schüler für den Klassenraum eine Grundfläche von zwei Quadratmetern und eine Höhe von drei Metern festgelegt. Baue ein Schulträger Klassenräume größer, müsse er die Mehrkosten selbst tragen. “Dass bei solchen Vorgaben und klammen Kassen der Gemeinden kaum Spielraum bleibt, kann jeder nachvollziehen“, so Schäffer.

Laut BLLV haben nicht nur Schüler und Lehrkräfte großen Einfluss auf das Lern- und Arbeitsklima, sondern auch die Gestaltung der Räume. “In vernachlässigten Schulbauten häufen sich Vandalismus und Aggression“, so die Pädagogin und Verhaltensforscherin Prof. Johanna Forster. Der BLLV regte deshalb an, in Bayern einen Schulbaupreis auszuloben, mit dem vorbildliche Lösungen ausgezeichnet werden.

lby

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