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Ein junger Turmfalke sitzt am Eingang zum Nistplatz im Kirchturm des brandenburgischen Ortes Treplin (Märkisch-Oderland).

Kampagne: Neues Zuhause im Kirchturm

Hilpoltstein - Eine gemeinsame Kampagne von Umweltschützern und den Kirchen soll bedrohten Vogelarten ihr Zuhause in Kirchtürmen bewahren.

Turmfalken, Dohlen und Schleiereulen, aber auch Fledermäuse nutzten Kirchtürme und andere hohe Gebäude in Städten und Dörfern als Ersatz für natürliche Bruthöhlen in Felsen oder Bäumen, teilte der Landesbund für Vogelschutz (LBV) im mittelfränkischen Hilpoltstein mit. Jedoch: “Viele der Arten leiden darunter, dass Brutmöglichkeiten in den Siedlungen zunehmend verloren gehen. Bei Kirchturmsanierungen werden zum Beispiel Einfluglöcher oder Brutnischen verschlossen oder Gitter zur Abwehr von Tauben angebracht.“

Vielen Gemeinden sei dies aber überhaupt nicht bewusst. Gemeinsam mit dem NABU und dem von katholischer wie evangelischer Kirche getragenen Beratungsausschuss für das Deutsche Glockenwesen setze sich der LBV deshalb für die Sicherung der Nistplätze ein. In Deutschland gibt es den Angaben zufolge fast 55 000 Kirchtürme.

dpa

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