Rolf von Hohenhau stellt die Kampagne vor.

Kampagne mit rüder Wortwahl

München - Der Bund der Steuerzahler in Bayern will „der Bundesregierung in den Arsch treten“.

Wir treten der Bundesregierung in den Arsch“: Unter diesem Motto startet der Bund der Steuerzahler in Bayern eine Kampagne. Die Wortwahl sei bewusst provokant, erklärte Michael Jäger, Referent für Öffentlichkeitsarbeit. „Die Regierung gibt Milliarden für die Banken aus und der Steuerzahler wird immer mehr geschröpft.“ Die Wut des Bundes für Steuerzahler richte sich vor allem gegen die Maßnahmen, die die Große Koalition für die Banken und der Autoindustrie ergrifffen habe und noch plane, außerdem steht die parteipolitisch neutrale Schutzvereinigung dem Gesundheitsfonds negativ gegenüber. „Das Maß ist voll“, so Jäger.

Die Kampagne „Wir treten der Bundesregierung in den Arsch“ startet am morgigen Donnerstag fast geheimnisumwittert. Rolf von Hohenau, Präsident des Bundes der Steuerzahler in Bayern, stellt sie vor. „Es wird Eventcharakter haben und es wird klar werden, warum wir solch harte Worte gewählt haben“, so Jäger. Der Bund der Steuerzahler verspricht sich breite Reaktionen: „Wir wollen die Bürger aufwecken. Sie sollen diskutieren und Druck auf die Politik aufbauen.“

Bei den Angesprochenen erregt die Kampagne Unmut. Die Wortwahl sei ein „negatives Beispiel für die Verrohung des Miteinanders“. Damit böte der Bund der Steuerzahler keine Diskussionsbasis, findet Ewald Schurer, SPD-Bundestagsabgeordneter und Haushaltssprecher der bayerischen SPD-Landesgruppe. „Man kann über Steuerkonzepte diskutieren, wer aber einen solchen Ton anschlägt, disqualifiziert sich.“

Auch die CSU-Landesgruppe hält die Vorgehensweise des Bundes für Steuerzahler für falsch. „Sie trägt nicht konstruktiv zur Lösung von Problemen bei“, heißt es aus CSU-Kreisen. Der CSU-Arbeitskreis für Finanzen und Haushalt habe im Juni Gespräche mit dem Bund der Steuerzahler geplant und diese sollte die Vereinigung „nicht im Vorfeld belasten“

Aglaja Adam

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