Sie tippten verdächtig gut

Haben Polizeischüler bei Prüfung gemogelt?

München - Darüber, was in ihrer schriftlichen Prüfung auf sie zukommt, wussten bayerische Polizeischüler verdächtig gut Bescheid. Die Polizei ging daher auf Nummer sicher und ließ den Test wiederholen.

Was kommt wohl dran? Wie wohl alle Prüflinge auf der Welt diskutierten Bayerns Polizeischüler heiß über das Thema ihrer schriftlichen Abschlussprüfung - und kamen der Wahrheit verdächtig nahe: So nahe, dass alle 555 Polizeischüler des Jahrgangs eine Teilaufgabe zwei Mal schreiben mussten.

Wie ein Sprecher der Bereitschaftspolizei Bamberg bestätigte, hatten Schüler vor der Prüfung über eine Aufgabe diskutiert, die in ähnlicher Form tatsächlich im Test zu finden war. Ausbilder hörten mit - und schöpften Verdacht, die Prüflinge könnten vorzeitig an ihre Prüfungsaufgaben gelangt sein.

Zur Sicherheit ließ die bayerische Polizei die betreffende Teilaufgabe deshalb von allen Schülern nachschreiben, diesmal mit einem anderen Thema. Die Unteraufgabe einer anderen Frage wurde zudem nicht bewertet.

Ein durch einen möglichen Betrug entstandener Vorteil konnte somit ausgeschlossen werden - doch im Raum steht die Frage, ob die Schüler zufällig richtig getippt hatten oder die Aufgabenstellung vorab kannten. Das Landeskriminalamt Bayern bestätigte merkur-online auf Anfrage, dass polizeiinterne Ermittlungen aufgenommen wurden.

mm

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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