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Aus einer dieser Gondeln im Wolfratshausener Märchenwald stürzte ein vierjähriger Bub.

Karussell-Unfälle: Ministerium verschärft Auflagen

Pfaffenhofen/Wolfratshausen - Die schweren Karussell-Unfälle, bei denen ein Bub schwer verletzt wurde und eine Elfjährige starb, ziehen Konsequenzen nach sich: Die Vorschriften werden verschärft.

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Karussell-Unfälle: Ermittlungen dauern an

Märchenwald: Bub (4) stürzt aus Karussell drei Meter in die Tiefe

Elfjährige stirbt nach Unfall auf Volksfest

Wie der Radiosender Antenne Bayern berichtet, verschärft das Innenministerium nach den beiden schweren Karussellunfällen in Pfaffenhofen a.d. Ilm und in Wolfratshausen die Auflagen für Fahrgeschäfte. Als Sofortmaßnahme sollen Anlagen wie die Wildwasserbahn in Pfaffenhofen von Kindern unter 14 Jahren künftig nicht mehr ohne Begleitung genutzt werden dürfen. Außerdem soll mit Warnschildern darauf hingewiesen werden, während der Fahrt sitzen zu bleiben.

Ein entsprechender Brief soll in den nächsten Tagen an die bayerischen Landratsämter verschickt werden, die für die Kontrolle der Volksfeste verantwortlich seien, sagte Innenministeriumssprecher Stefan Scheckinger dem Hörfunksender Antenne Bayern. Nach Abschluss der Ermittlungen werde außerdem über eine mögliche weitere Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen beraten - den Plänen zufolge länderübergreifend. 

Inzwischen hat die Polizei neue Ermittlungsergebnisse mitgeteilt. Die Elfjährige, die in Pfaffenhofen aus einer Wildwasser-Bahn gestürzt war und tödlich verletzt wurde, war Zeugen zufolge definitiv alleine im betreffenden Wagon. Während eines kurzen Stopps sei das Kind aufgestanden - deshalb stürzte sie beim Anfahren des Wagons zehn Meter in die Tiefe. Das durch die Staatsanwaltschaft Ingolstadt in Auftrag gegebene technische Gutachten ergab, dass das Fahrgeschäft keine technischen Mängel hat.

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