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Hat große Pläne: Richard Schenk.

Katholische Uni will evangelische Theologie lehren

Eichstätt - "Wir würden viel gewinnen mit einem Lehrstuhl für evangelische Theorie", sagt der neue Präsident der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU), Richard Schenk. Was er damit meint:

Die einzige katholische Universität im deutschsprachigen Raum plant einen Lehrstuhl für evangelische Theologie. “Wir würden viel gewinnen mit einem Lehrstuhl für evangelische Theologie“, sagte der neue Präsident der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU), Richard Schenk, der Eichstätter Kirchenzeitung. Es sei bislang nur eine Idee, betonte ein Hochschulsprecher am Donnerstag - “eine Idee von Präsident Schenk, auf die es bislang von mehreren Seiten positive Resonanz gibt“. Die konkrete Umsetzung sei bislang noch nicht absehbar. Zuvor hatte auch die “Süddeutsche Zeitung“ über die Pläne der Universität berichtet.

Es habe bereits Vorgespräche gegeben und er sei sich sicher, dass die notwendigen Ressourcen vorhanden seien, sagte KU-Präsident Schenk, der am Donnerstag offiziell mit einem Festakt in sein Amt eingeführt werden sollte. “An der Uni Hamburg gibt es an der Fakultät für Evangelische Theologie einen Lehrstuhl für Katholische Theologie, weil sie erkannt haben: Mit einer Hand kann man nicht klatschen. Hier könnte es genau dasselbe Prinzip sein.“

Schenk war im Mai vom Hochschulrat zum Präsidenten gewählt worden und trat sein Amt am 1. Oktober an. Er hatte zuletzt an der Dominikaner-Hochschule im kalifornischen Berkeley gelehrt.

Die Wahl Schenks an die Spitze der skandalgeschüttelten Uni mit 4500 Studenten galt als Überraschung. Im Frühjahr 2008 hatte sich der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke geweigert, den bereits gewählten Theologen und Manager Ulrich Hemel zum Präsidenten zu ernennen. Ein Jahr später scheiterte die Präsidentenwahl erneut.

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