Katholiken gegen FDP-Politiker Barfuß als Integrationsbeauftragten

München - Nach umstrittenen Äußerungen des FDP- Politikers Georg Barfuß zur Scharia hat das Landeskomitee der Katholiken vorbeugend gegen dessen mögliche Ernennung zum Integrationsbeauftragten der Staatsregierung protestiert.

Barfuß habe sich selbst ins Spiel gebracht und sei dieser anspruchsvollen Aufgabe “offensichtlich nicht gewachsen“, erklärte der Vorsitzende Helmut Mangold am Dienstag in München. Wer wie Barfuss die Scharia - die islamische Rechtsordnung - teilweise auch in Bayern akzeptieren wolle, sei für das Amt des Integrationsbeauftragten nicht geeignet.

Barfuß hatte dafür plädiert, die Bereiche des islamischen Rechts in Bayern gelten zu lassen, die mit dem Grundgesetz vereinbar sind. Barfuß' Äußerungen lösten auch in der CSU Ärger aus. Ministerpräsident Horst Seehofer will sich nach Angaben aus der CSU persönlich um das Thema kümmern. Ernannt wird der Integrationsbeauftragte vom Kabinett.

dpa

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