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Trotz hoher Verlusten genehmigten sich die Manager der Commerzbank Millionen-Vergütungen.

"Katholiken in Wirtschaft" geißeln Manager-Mentalität

Nürnberg - Die hohen Vergütungen für die Vorstände der Dresdner Bank sind nach Ansicht der "Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung" ein Skandal.

Das Verhalten der Spitzenmanager zeuge von Selbstbedienungsmentalität und sei ethisch nicht zu rechtfertigen, kritisierte der bayerische Verbandsvorsitzende Klaus-Stefan Krieger am Donnerstag in einer Mitteilung in Nürnberg.

"Manager, die so unverfroren für ihre eigenen Interessen eintreten, leisten unserer sozialen Marktwirtschaft einen Bärendienst." Offenbar hätten viele Führungskräfte die Bodenhaftung verloren und schwebten in einem "Wolkenkuckucksheim".

Die Spitzenverdiener demonstrierten damit, dass ihrer Ansicht nach Sparmaßnahmen offensichtlich nur für den "kleinen Mann" gelten sollten, erklärte Krieger. Sie brauchten sich nicht zu wundern, wenn die Bereitschaft der Arbeitnehmer, in schwierigen Zeiten Einbußen hinzunehmen, immer geringer werde.

Die neun Vorstände der von der Commerzbank übernommenen Dresdner Bank hatten bei mehr als sechs Milliarden Euro Verlust im vergangenen Jahr eine Vergütung von 58 Millionen Euro erhalten. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende Herbert Walter verzichtete unter öffentlichem Druck auf seine Abfindung. Die Commerzbank streicht im Zuge der Übernahme der Dresdner Bank in Frankfurt rund 2200 Stellen.

dpa

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