Katwarn löst aus

Orkanböen! Unwetterwarnung für das Voralpenland

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Es wird stürmisch im Voralpenland: Während Tief Thomas über Deutschland tobt, hat der Deutsche Wetterdienst für das südliche Oberbayern eine Unwetterwarnung herausgegeben, Katwarn wurde ausgelöst.

München - Der Sonnenschein trügt: In den kommenden Stunden stehen ganz Deutschland, aber vor allem dem bayerischen Voralpenland stürmische Zeiten bevor. Orkantief Thomas braust über Deutschland hinweg. Während für die Regionen südlich von Hannover eine Warnung vor Sturmböen bis 85 Stundenkilometer gilt (Warnstufe 2, orange), ist der Alpenrand auf der Karte des Deutschen Wetterdienstes (DWD) dunkelrot eingefärbt, Stufe 3, die zweithöchste Stufe. Das heißt: Bis morgen Vormittag gilt eine Warnung vor orkanartigen Böen, mit Windgeschwindigkeiten zwischen 85 und 110 Stundenkilometern.

Tiefroter Süden: Für den Alpenrand gilt eine amtliche Unwetterwarnung vor orkanartigen Böen.

Die höchsten Windgeschwindigkeiten werden oberhalb von 1500 Metern erreicht. In exponierten Gebieten muss mit Orkanböen um 120 Stundenkilometer gerechnet werden. Betroffen sind heute und morgen die Landkreise Ost- und Oberallgäu, Garmisch-Partenkirchen, der Süden des Landkreises Weilheim-Schongau, der Süden des Kreises Bad Tölz-Wolfratshausen, der Süden des Landkreises Miesbach, sowie der Süden der Kreise Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land. 

In der Zeit zwischen Donnerstag, 10 Uhr, und Freitag, 10 Uhr, gilt für diese Gebiete: Vorsicht vor umstürzenden Bäumen und herabfallenden Ästen; Dächer können beschädigt werden, darum sollte man sich auch vor herabfallenden Dachziegeln in Acht nehmen. Der DWD rät, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Gegenstände im Freien zu sichern. Wenn möglich, solle man Aufenthalte im Freien vermeiden und sich - wenn man schon nach draußen gehen muss - zumindest von Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen fernhalten. 

Stürmisch, aber zunächst trocken

Eine gute Nachricht gibt es allerdings: Orkantief Thomas hat zumindest im Süden am Donnerstag keinen Regen im Gepäck. Während das Tief über Norddeutschland zieht, wird mit einer kräftigen Westströmung milde Meeresluft nach Bayern gelenkt, die Temperaturen bleiben mild. Wenn in der Nacht zum Freitag die Sturmböen nachlassen, erreichen die Schauer aus Nordbayern auch den Süden, die Schneefallgrenze sinkt auf 800 bis 1000 Meter.

Am Freitag dominieren Wolken, und am Vormittag fällt vor allem am Alpenrand Regen, in höheren Lagen sogar Schnee. Im Tagesverlauf entwickeln sich wiederholt Schauer, die bis ins höhere Flachland vermischt mit Schnee oder Graupel niedergehen. Gut sehen die Aussichten dann aber für Samstag aus: Hier soll es vor allem im Voralpenland mit einem Mix aus Sonne und Wolken freundlich werden.

So wird das Wetter in Ihrer Region - hier geht‘s zu unserer Vorhersage.

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