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Im Chiemsee wurde 2001 ein Goldschatz entdeckt.

Mysteriöses Gefäß erneut verkauft

Kehrt Chiemsee-Goldschatz an Fundort zurück?

Trostberg - Der sagenumwobene Goldschatz aus dem Chiemsee hat erneut den Besitzer gewechselt. Eine Rückkehr an seinen Fundort wird damit immer unwahrscheinlicher.

Das Konkursamt Rapperswil im Schweizer Kanton St. Gallen hat den zehn Kilo schweren Kessel aus 18-karätigem Gold verkauft, wie das Trostberger Tagblatt berichtet (Mittwoch). Bei einer Auktion ging das begehrte Stück an einen Käufer, der es bereits abgeholt hat. Über die Identität des Mannes und die von ihm bezahlte Summe werde „keinerlei Auskunft erteilt“, zitiert das Blatt eine Beamtin im Konkursamt. Allein der reine Goldwert soll jedoch über 400.000 Euro betragen.

Schatztaucher hatten das mysteriöse Gefäß 2001 aus dem Chiemsee geborgen. Staatliche oder private Museen zeigten jedoch kein Interesse daran, weil Gutachter ihm keinen historischen Wert zumaßen. Auch handle es sich nicht um Nazi-Vermögen, wiesen Experten entsprechende Spekulationen zurück. Wegen runenähnlicher Zeichen war der Kessel in die NS-Nähe gerückt. Der Freistaat verkaufte ihn. Über Umwege gelangte er in die Schweiz. Als eine der Firmen des Besitzers pleiteging, so das „Trostberger Tagblatt“, wurde der Goldschatz schließlich meistbietend versteigert.

Historiker und Heimatpfleger im Chiemgau haben die Hoffnung freilich noch nicht aufgegeben, dass der sagenumwobene „Gral“, für den einige das Stück halten, eines Tages doch noch an seinen Fundort kommt. Der Traunsteiner Kreisheimatpfleger Christian Soika etwa sähe es am liebsten, wenn der Goldkessel in einem Museum nahe dem Chiemsee ausgestellt würde. Die Landkreispolitiker wollen das Geld dafür jedoch nicht ausgeben.

dpa

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