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Der Streit um eine Mobilfunkanlage auf Deutschlands höchstem Berg ist beigelegt: Telekom und Zugspitzbahn haben sich kurz vor einem Prozess außergerichtlich geeinigt.

Kein Prozess

Streit um Mobilfunk auf Zugspitze beigelegt

Garmisch-Partenkirchen - Im Streit um eine Mobilfunkanlage auf der Zugspitze gibt es eine Übereinkunft zwischen Telekom und Zugspitzbahn. Der neuen Seilbahn auf Deutschlands höchsten Berg steht somit nichts mehr im Wege.

Die für diesen Donnerstag geplante Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht in München findet daher nicht statt. Die Telekom zog ihre Klage gegen den Freistaat Bayern als Genehmigungsinstanz für eine neue Seilbahn auf die Zugspitze zurück. Dem Weiterbau der Kabinenbahn zum Gipfel in 2962 Metern Höhe steht somit nichts mehr im Wege.

Sowohl die Telekom als auch die Zugspitzbahn bestätigten am Mittwoch, dass eine außergerichtliche Einigung erzielt worden sei. Zum Inhalt der Übereinkunft teilten beide Unternehmen aber nichts mit. Möglich ist, dass die Zugspitzbahn sich an den Kosten einer Standortverlagerung der Mobilfunkanlagen beteiligt.

Die Telekom unterhält auf dem Ski- und Ausflugsberg mehrere Antennen. Vergangenes Jahr wurde mit dem Bau der neuen Seilbahn vom Eibsee in Grainau auf die Zugspitze begonnen. Weil die Telekom befürchtete, die Bergstation könnte die Funktionsfähigkeit ihrer Antennen beeinträchtigen, focht sie die vom Landratsamt in Garmisch-Partenkirchen erteilte Baugenehmigung an. Die Telekom fühlte sich zudem beim Genehmigungsverfahren übergangen. Das Landratsamt argumentierte hingegen, es müssten nur Träger öffentlicher Belange gehört werden. Dazu zähle die Telekom nicht.

Die Nachfolgerin der 1963 eröffneten Eibsee-Seilbahn kommt statt bisher zwei mit nur noch einer Stütze aus - mit 127 Metern die weltweit höchste Stahlstütze einer Seilbahn. Weiterer Rekord: Keine andere Seilbahn der Welt überwindet mit 3207 Metern Abstand von der Stütze bis zur Bergstation eine größere Entfernung. Die Kabinen bewältigen auf einer Gesamtlänge von 4,5 Kilometern einen Höhenunterschied von knapp 2000 Metern - auch das ist Weltrekord. Am 21. Dezember 2017 soll die Seilbahn der Superlative in Betrieb gehen.

dpa

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