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Schon im Mai waren die Pegelstände auf der Donau niedrig - wie hier nahe Mariaposching in Niederbayern.

Kein Regen: Der Donau geht das Wasser aus

Regensburg/Schweinfurt: Die extreme Trockenheit der vergangenen Wochen macht der Donau-Schifffahrt zu schaffen. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Regensburg spricht vom niedrigsten Pegel, der jemals in einem November gemessen wurde. Es hofft auf Regen.

Die extreme Trockenheit der vergangenen Wochen macht der Donau-Schifffahrt zu schaffen. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Regensburg spricht vom niedrigsten Pegel, der jemals in einem November gemessen wurde. Es hofft auf Regen.

Regensburg/Schweinfurt/Nürnberg (dpa/lby) - Die Donau hat Rekordniedrigwasser. Der Pegel sei noch in keinem November so niedrig gewesen wie derzeit, sagte Jürgen Schmid vom Wasser- und Schifffahrtsamt Regensburg am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa. Der Wasserstand liege bis zu 30 Zentimeter unter dem üblichen Niedrigwert. Bei Straubing betrage er 2,70 Meter - normal wären dem Experten zufolge 4 Meter. “Für die Schifffahrt ist das sehr schlecht“, erläuterte Schmid.

Probleme gebe es auf der nicht ausgebauten Strecke zwischen Straubing und Vilshofen. “Die Fahrrinnentiefe ist hier geringer.“ Wegen des Niedrigwassers saßen dort in den vergangen Wochen mehrere Schiffe fest. Zuletzt sei der Wasserstand im August 2003 so niedrig gewesen wie momentan, sagte der Experte. “Aber das war eben im Sommer.“ Ursache für den niedrigen Wasserstand seien die geringen Niederschlagsmengen. Schmid hofft auf einen Wetterumschwung. “Wenn es regnet, dann steigen die Wasserstände wieder.“

Auch der Pegel des Mains sei derzeit sehr niedrig, sagte Sonja Rauer vom Wasser- und Schifffahrtsamt Schweinfurt. “Unsere Pegel bewegen sich unter den Mittelwerten der letzten 10 bis 15 Jahre.“ Wegen der Schleusen und Wehranlagen gebe es anders als auf der Donau allerdings keine Probleme für die Schifffahrt. “Wir regulieren den Stau so, dass die Schifffahrt funktioniert“, erläuterte sie.

Im Main-Donau-Kanal hingegen ist einem Experten zufolge noch nichts vom Niedrigwasser zu spüren. “Noch ist hier gar kein Problem“, sagte ein Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes in Nürnberg. Es fließe genug Wasser in der Donau, das in den Kanal gepumpt werden kann. Sinke der Pegel dort weiter, sei das für die Schifffahrt im Kanal zwar noch immer kein Problem. Allerdings könne dann kein zusätzliches Wasser mehr nach Franken übergeleitet werden, um dort etwa im Main und in der Regnitz Niedrigwasser auszugleichen.

Seit rund vier Wochen registriert der Deutsche Wetterdienst (DWD) keine nennenswerten Niederschläge. Eine ähnliche Trockenphase habe es zuletzt vor 40 Jahren gegeben, heißt es beim DWD. Wegen der extremen Trockenheit besteht Experten zufolge derzeit auch eine hohe Waldbrandgefahr in den bayerischen Alpen.

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