Nun beschäftigt sich die Justiz mit dem Fall

„Keine Asylanten“: Ladeninhaberin greift zu drastischer Maßnahme

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Weil in ihrem Laden in Töging immer wieder geklaut wurde, hat die Inhaberin zu einer drastischen Maßnahme gegriffen. Ein Fall für die Justiz?

Töging - „Achtung! Collectiv-Maßnahme. Wir wünschen keine Asylanten als Kundschaft in unserem Ladenlokal.“ Mit diesen Worten will sich eine Ladeninhaberin in Töging (Landkreis Altötting) vor weiterer Kriminalität in ihrem Geschäft schützen. Die Worte stehen auf einem weißen Blatt, das im Schaufenster des Ladens „12 Planeten“ hängt. 

Immer wieder sei es zu Diebstählen in dem Esoterik-Laden gekommen, in dem Heilsteine, Schmuck und Klamotten verkauft werden. Der Schaden soll sich auf rund 400 Euro belaufen. Die Täter seien laut der Ladeninhaberin Birgit Bachhammer Asylbewerber. „Da kann man noch so aufpassen, sie schaffen es immer wieder“, erzählt sie der Passauer Neuen Presse

Daher traf sie diese Entscheidung - die allerdings auch den Bürgermeister der bayerischen Stadt auf den Plan rief. Und der machte der Frau klar, dass ihr selbst ausgerufenes Hausverbot ein Verstoß gegen das Antidiskriminierungsgesetz sein könnte. Die Folge: Mittlerweile wurde die Antidiskriminierungsstelle in Berlin eingeschaltet, wie ein Pressesprecher gegenüber der PNP bestätigte. Denn eine Bevölkerungsgruppe auszuschließen, sei ein Verbot gegen das Gleichbehandlungsgesetz. Die Prüfung dauert an.

mm/tz

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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