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Der Eichenprozessionsspinner.

Keine Chemie gegen Spinner

Nürnberg - Seine Härchen verursachen Juckreiz und Hautrötungen beim Menschen. Dennoch soll der Eichelprozessionsspinner nicht mit chemischen Mitteln bekämpft werden. 

Der Bund Naturschutz in Bayern (BN) warnt vor Chemikalieneinsatz zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners in Frankens Wäldern und fordert ein Moratorium.

Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners.

In den nächsten Wochen sollen wieder rund 2600 Hektar Wald mit dem Pflanzenschutzmittel Dimilin besprüht werden, wie der BN am Montag in Nürnberg mitteilte. Doch Abbauprodukte des Wirkstoffs Diflubenzuron würden vom Umweltbundesamt als krebserregend eingestuft. Bis die Folgen für Menschen, Tiere und die Umwelt untersucht worden sind, soll der häufig Allergie auslösende Eichenprozessionsspinner nach dem Willen der Umweltschützer auf mechanische Weise bekämpft werden. “Es ist für uns völlig unverständlich, dass man bei solch großflächigen und regelmäßig stattfindenden Eingriffen die negativen ökologischen Folgewirkungen bislang nicht langfristig und umfassend untersucht hat“, sagte BN-Waldreferent Ralf Straußberger über die seit 1975 stattfindenden Einsätze.

Der BN kritisierte zudem, dass bei früheren Einsätzen von Dimilin Auflagen nicht eingehalten und die betroffenen Gebiete nicht für Menschen gesperrt worden seien. Statt eines Chemikalieneinsatzes müssten die reinen Eichenwälder, in denen sich der ungeliebte Falter gerne einnistet, durch Laubmischwälder ersetzt werden, schlägt der BN vor. Dazu müsse vor allem der Rehwildbestand reduziert werden, weil die Tiere Neuanpflanzungen regelmäßig verbissen.

Der Eichenprozessionsspinner verliert von einem bestimmten Raupenstadium an feinste Härchen, die beim Menschen Juckreiz, Hautrötungen und Allergien auslösen können. Die Haarnester können nach Angaben des BN auch mechanisch entfernt werden.

dpa/lby

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