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Albert H. (47) bringt es schon auf sage und schreibe 16 Vorstrafen.

Keine Stütze: Da zündete er das Arbeitsamt an

München/Schongau - Einbrüche sind seine Spezialität. Nebenbei kassiert Albert H. (47) „Stütze“. Doch beim Arbeitsamt Schongau war er einmal abgeblitzt. Legte er deswegen dort ein Feuer?

Einbrüche sind seine Spezialität. Albert H. (47) bringt es schon auf sage und schreibe 16 Vorstrafen. Nebenbei kassiert der gelernte Maurer „Stütze“. Doch beim Arbeitsamt Schongau war er einmal abgeblitzt. Wahrscheinlich war das der Grund, dass er am 4. April in dem Gebäude Feuer legte. Das Münchner Amtsgericht verurteilte ihn gestern zu zwei Jahren und drei Monaten Haft.

Eine ganze Serie von Einbrüchen in Schongau und Umgebung trug immer dieselbe Handschrift: Der Täter zertrümmerte stets mit einem Maurerhammer die Fenster, um einsteigen zu können. Die Polizei legte sich auf die Lauer – mit Erfolg: „Anfang Mai haben wir ihn auf frischer Tat ertappt“, berichtete der Polizeibeamte Paul S. Albert H. habe zunächst den „toten Mann“ gespielt, sei dann aber im Krankenhaus urplötzlich wieder zum blühenden Leben erwacht.

Ein halbes Jahr Knast hatte er für den Einbruchs-Versuch gekriegt. Erst später stellte sich heraus, dass der Einbruch ins Schongauer Arbeitsamt genau seine Handschrift trug. Dort war ein Fenster eingeschlagen worden. Der Täter durchsuchte mehrere Räume, fand aber offensichtlich nichts Stehlenswertes. In Büro Nr. 3 und Nr. 4 zündete der Einbrecher dann die Aktenschränke an. Während das Feuer in Büro 4 von selbst erlosch, fraßen sich die Flammen im Nebenzimmer durch Wand und Decke. 200 000 Euro Schaden! Erst im Oktober konnte die Behörde das Gebäude wieder beziehen.

Albert H. gab sich vor Gericht bockig: „Ich verweigere die Aussage!“ Obwohl die Beweislage gegen ihn nicht eben üppig war, kam das Schöffengericht zu dem Schluss, dass nur er der Täter sein könne.

Eberhard Unfried

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