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Khaled el Masri soll den Neu-Ulmer Oberbürgermeister tätlich angegriffen haben.

El Masri schlägt Neu-Ulmer OB blutig

Neu-Ulm - Der Deutsch-Libanese Khaled el Masri hat den Oberbürgermeister von Neu-Ulm, Gerold Noerenberg (CSU), am Freitag in seinem Büro tätlich angegriffen und verletzt.

Er wurde festgenommen, das Amtsgericht Memmingen erließ Haftbefehl wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung. Die Tat habe er eingeräumt, ohne das Motiv dafür zu nennen. Die Polizei bestätigte inzwischen, dass es sich bei dem Angreifer um den 46-jährigen el Masri handelte.

Er war 2004 vom US-Geheimdienst nach Afghanistan verschleppt und dort fast sechs Monate gefangen gehalten worden. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland hatte die Münchner Staatsanwaltschaft wegen der Entführung mehrere Haftbefehle gegen CIA-Agenten erlassen. El Masris Bemühungen, die Umstände seiner Entführung vor einem US-Gericht zu klären, waren im Oktober 2007 endgültig gescheitert.

Im Januar 2007 hatte der bei Neu-Ulm lebende Deutsch-Libanese in einem Neu-Ulmer Großmarkt Feuer gelegt. Nach seiner Festnahme wurde el Masri in eine psychiatrische Klinik eingewiesen und Ende 2007 wegen Brandstiftung zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt. Ein Gutachter hatte ihn vor Gericht für schuldfähig erklärt. Nach Polizeiangaben hatte el Masri sich am Freitag im Rathaus Zugang zum Büro des Oberbürgermeisters verschafft und ihn dann unvermittelt angegriffen.

Nach Angaben der Polizei schlug er mit Fäusten auf Noerenberg ein und warf einen Stuhl nach ihm. Der Bürgermeister musste nach Angaben einer Sprecherin kurz medizinisch behandelt werden, es gehe ihm inzwischen wieder gut. Rund 30 Minuten vor dem Angriff hatte el Masri vergeblich versucht, im Rathaus zu Noerenberg vorgelassen zu werden. Dabei war es nach Polizeiangaben zu Auseinandersetzungen mit städtischen Angestellten gekommen. Die Polizei konnte el Masri beruhigen, er erhielt einen Platzverweis für das Rathaus.

Daraufhin hatte er sich zunächst entfernt, war aber zurückgekehrt und - gemeinsam mit seinen drei Kindern - direkt in das Büro des Oberbürgermeisters eingedrungen.

dpa

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