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Bei "Autobahngold" handelt es sich um gefälschtes Gold.

Kiloweise "Autobahngold" im Handschuhfach

Raubling - Ein rumänischer Gelegenheitsarbeiter wollte mit Freunden nach München fahren, um dort spazieren zu gehen. Schleierfahnder hielten das Auto der Gruppe an - und machten einen Riesenfund.

Den Schleierfahndern fiel auf der Autobahn bei Rosenheim ein rumänischer BMW, auf, der mit fünf Personen gut besetzt war. Bei der anschließenden Kontrolle gaben die Insassen übereinstimmend bekannt, dass sie sich auf dem Weg nach München befänden, um dort spazieren zu gehen. Dem schenkten die Polizisten keinen Glauben und behielten Recht. Gegen den Fahrer bestand Haftbefehl wegen Betruges. Zudem wurde er in München wegen besonders schwerem Diebstahl gesucht.

Beim intensiven Durchsuchen des Fahrzeugs fanden die Fahndungsspezialisten nach Ausbau des Handschuhfaches versteckt über 500 Goldringe mit einem Gesamtgewicht von fünf Kilogramm. Schnell wurde klar, dass es sich um sogenanntes Autobahngold handelte, also täuschend echt aussehende „Gold“-Ringe aus billigem Metall und gefälschtem Stempelzeichen „585“. Offensichtlich war die Gruppe unterwegs nach München, um dort vor Restaurant, Bahnhöfen oder eben an Autobahnparkplätzen (daher der Name „Autobahngold“) gegenüber gutgläubigen Bürgern eine finanzielle Notlage vorzutäuschen. Sie müssten angeblich ihren geliebten Goldring unter Preis verkaufen, um sich etwas zu essen kaufen zu können. Leichtgläubige und Schnäppchenjäger bezahlen dann für wertlosen Schmuck stolze Preise.

Der 38-jährige Rumäne wurde festgenommen und die 500 Ringe sichergestellt. Eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Gesetz über den Feingehalt rundete das polizeiliche Maßnahmenpaket ab.

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