Vater Dominik Panzer und seine Ehefrau Uschi sind glücklich: Ihr Paul lebt und es geht ihm immer besser.
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Vater Dominik Panzer und seine Ehefrau Uschi sind glücklich: Ihr Paul lebt und es geht ihm immer besser.

Nierenprobleme machten Ungeborenem zu schaffen

Unser Paul ist ein Wunder - dabei hatten Ärzte ihn schon vor der Geburt aufgegeben

  • Markus Christandl
    VonMarkus Christandl
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Für Dominik und Uschi Panzer waren die Wochen vor der Geburt ihres Sohnes eine bange Zeit. Denn wegen Nierenproblemen gaben Ärzte dem Ungeborenen keine Überlebenschance. Doch am Ende wird alles gut.

Kürnach - Eine junge Familie am Ostseestrand, Vater Dominik, Mutter Uschi und der 17 Monate alte Paul. Dass die drei so zusammensitzen können, grenzt an ein Wunder. In der 17. Schwangerschaftswoche erhielten die werdenden Eltern eine schlimme Nachricht. „Es gebe kaum Fruchtwasser“, erinnert sich Uschi Panzer aus Kürnach (Unterfranken).

Das Fruchtwasser, Lebensraum des Ungeborenen, wird in diesem Stadium durch die Nieren des Kindes produziert. Alles deutete darauf hin, dass dies aufgrund von Nierenproblemen nicht geschehe. Ohne das Fruchtwasser entwickelt sich aber die Lunge nicht. „Die Ärzte erklärten, wir könnten uns entscheiden: Entweder wir treiben den Kleinen ab oder er wird spätestens bei der Geburt sterben, weil er dann ersticken wird“, sagt Uschi. „Doch uns war klar, wir wollen ihn behalten.“

Berufliche Auszeit für das ungeborene Kind

Das Paar nimmt sich eine Auszeit vom Beruf, es will mit dem Ungeborenen eine schöne Zeit verbringen. Doch nach dem Tipp eines Kollegen von Uschi, der sie an das Deutsche Zentrum für Fetalchirurgie in Gießen verweist, ändert sich alles: Erst hier erfährt das Paar von der Möglichkeit einer künstlichen Fruchtwasserauffüllung. Dominik Panzer: „Man kann das Fruchtwasser in Abständen auffüllen, damit sich die Lunge entwickelt, anschließend ließe sich mit einer Dialyse beginnen.“

Die Behandlung schlägt an, die Lunge bildete sich aus. Klar ist aber: Die Geburt bleibt ein Risiko. Doch Paul schafft es zu atmen. Da seine Nieren nicht richtig funktionieren, hängt er nun nachts an einer speziellen Dialyse. Doch auch hier gibt es die Hoffnung auf eine Transplantation.

Dominik und Uschi Panzer hat das Erlebte eines gelehrt: „Was Dankbarkeit bedeutet.“ Sie haben zudem den Bundesverband zur Begleitung von Familien vorgeburtlich erkrankter Kinder e.V. gegründet (https://bfvek.de/). Er kümmert sich um Eltern, die Probleme in der Schwangerschaft haben. Ihr Projekt wird von Sternstunden, der Benefizaktion des „BR“, unterstützt.

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mc

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