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Der 38-Jährige war beim Judo-Club Passau Trainer

Über 200 Missbrauchsfälle: Judotrainer vor Gericht

Passau - Nach dem Sporttraining soll ein niederbayerischer Judotrainer jahrelang die von ihm betreuten Kinder sexuell missbraucht haben.

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Kindesmissbrauch: Trainer vor Gericht

Der einschlägig vorbestrafte Mann muss sich an diesem Donnerstag wegen mehr als 200 Missbrauchsfällen vor dem Passauer Landgericht verantworten. Da die Richter von einem Geständnis ausgehen, wurde für das Verfahren nur ein Verhandlungstag eingeplant. Nach Einschätzung des Verteidigers des Trainers leidet der Informatiker unter einer unheilbaren Pädophilie. Der Mann müsse eine Langzeittherapie machen, um künftige Übergriffe auf Kinder zu vermeiden, erklärte Rechtsanwalt Christian Baumgartner.

Der einschlägig vorbestrafte Trainer eines Passauer Judoclubs soll sich an den Kindern regelmäßig nach dem Sport in den Duschen vergangen haben. Daneben soll er auch auch die Kinder von Bekannten missbraucht haben. Bei den Opfern soll es sich um mehrere Buben und ein Mädchen im Alter von 9 bis 15 Jahren handeln.

Die Anklage lautet auf sexuellen Missbrauch von Schutzbefohlenen und sexuellen Missbrauch von Kindern. Der Mann war bereits 2008 wegen Kindesmissbrauchs in drei Fällen zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Wegen der neuen Vorwürfe wurde im April 2009 gegen den 38-Jährigen ein Haftbefehl erlassen, seitdem sitzt er im Gefängnis.

dpa

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