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Kardinal Reinhard Marx.

Kardinal Marx stellt mehr Geld in Aussicht

Kirche baut Flüchtlingshilfe aus

Stephanskirchen – Das Erzbistum München und Freising wird seine Aktivitäten in der Flüchtlingshilfe erweitern. Das kündigte Kardinal Marx bei einem Besuch in einer Flüchtlingsunterkunft in Stephanskirchen an.

„Wir werden Schritt für Schritt unser Programm erweitern, auch finanziell.“ Mit dem Programm meint der Münchner Kardinal Reinhard Marx die Hilfe seiner Erzdiözese für Flüchtlinge. Gestern hatte sich der Erzbischof mit Flüchtlingen und Helfern in der Pfarrei St. Georg in Stephanskirchen (Landkreis Rosenheim) getroffen und dabei bekräftigt, dass seine Erzdiözese bei ihrer Willkommenskultur bleibe. „Wir müssen nun in die nächste Phase hineinkommen, die Phase der Integration. Wir müssen den Flüchlingen helfen, dass sie hier bei uns leben und bleiben können.“ Der Kardinal verwies vor allem auf die Bedeutung der Bildung. Zudem werde das Erzbistum weiter versuchen, neue Unterkünfte für Flüchtlinge bereitzustellen. Marx betonte aber auch, dass Pfarrheime wichtig für die Begegnung und Bildung vor Ort seien und deshalb für die pfarrliche Arbeit – auch für die Phase der Integration – gebraucht würden.

Flüchtlinge werden gezielt ins öffentliche Leben integriert

Im ehemaligen Pfarrhaus und einem Appartement von St. Georg in Stephanskirchen wohnen derzeit rund 30 christliche und muslimische Flüchtlinge aus Eritrea und Nigeria. Ein Helferkreis der Pfarrei kümmert sich um sie und weitere Flüchtlinge vor Ort. Marx dankte den Ehrenamtlichen: Er sei begeistert davon, was in den Pfarreien alles passiert und sie zu „Kristallisationspunkten der Hilfe geworden sind und dass wir neu entdecken: Auch dafür ist Kirche da“.

In Stephanskirchen werden die Flüchtlinge gezielt in das pfarrliche und öffentliche Leben einbezogen. Wenn sie eine Anerkennung oder Duldung erhalten, unterstützt sie der Helferkreis bei der Suche nach einer Wohnung und einem Arbeits- oder Ausbildungsplatz. In der Stadt und im Landkreis Rosenheim leben derzeit mehr als 3000 Flüchtlinge. Die Asylsozialberatung leisten neun Mitarbeiter der Caritas sowie neun Mitarbeiter vom Bayerischen Roten Kreuz und vom Diakonischen Werk. mm

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