Startschuss für „Godspot“ im Freistaat

Guter Draht nach oben: Kirche erlaubt WLAN in bayerischen Gotteshäusern 

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Die Evangelische Kirche geht nun auch im Freistaat Bayern neue Wege. Schon bald sollen Gläubige während des Gottesdiensts im Internet surfen können.

München - „Godspot“ nennt sich das freie WLAN-Netz der Evangelischen Kirche in Deutschland. Im Frühjahr 2016 als Pilotprojekt in Berlin und Brandenburg gestartet, soll das Angebot nun auf den Freistaat ausgeweitet werden, wie heise online berichtet.

Schon bald soll den Gläubigen auch in bayerischen Gotteshäusern kostenloses Internet zur Verfügung stehen. Für die Vernetzung der Gemeinden hat die Evangelisch-Lutherische Landeskirche ein Budget von 25.000 Euro zur Verfügung gestellt. Der WLAN-Zugang über die speziellen Hotspots bleibt für Nutzer gebührenfrei.

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Kirchgang soll für Jugendliche wieder attraktiver werden

„Was früher der Kicker, oder der Jugendkeller war, ist heute der Zugang zum Internet“ begründet Oberkirchenrat Detlev Bierbaum auf der Godspot-Homepage den Schritt, der den Kirchgang auch für Jugendliche wieder attraktiver machen soll.

Ob sich der Draht nach oben durch den WLAN-Zugang nachhaltig bessert, wird sich erweisen. Gewiss dürfte es auch einige Kirchgänger geben, die der Innovation mit Skepsis begegnen - schließlich gibt es nun eine weitere Möglichkeit sich während der Predigten ablenken zu lassen.

Erst vor wenigen Tagen war die Münchner Frauenkirche durch eine spektakuläre Enthüllung in die Schlagzeilen geraten.

lks

Rubriklistenbild: © Marcus Schlaf

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