Kirche: Erneut Debatte über Leitlinien bei Missbrauch

Würzburg - Die katholische Kirche will Konsequenzen aus den Missbrauchsfällen ziehen. Die Bischöfe wollen am Montag in Würzburg die überarbeiteten Leitlinien zum Umgang mit Missbrauchsfällen festzurren.

Unklar ist, ob die Vorschriften auch verabschiedet werden. Die Tagung des Ständigen Rates - das sind alle 27 Diözesanbischöfe oder in Vertretung der jeweilige Weihbischof - findet wie immer hinter verschlossenen Türen statt. Welche Punkte der Leitlinien noch strittig sind, sickerte bislang nicht durch.

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Katholische Kirche soll offener mit Sexualität umgehen

Die Vorschriften waren vor acht Jahren eingeführt und seither bereits zweimal überprüft worden. Angesichts der jüngsten Missbrauchsskandale in Einrichtungen der katholischen Kirche hatte sich die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) dazu entschieden, die Leitlinien zu verschärfen. Diskutiert wurde zuletzt darüber, ob eine generelle Pflicht zur Anzeige bei der Staatsanwaltschaft vorgesehen sein soll.

Will ein mögliches Opfer anonym bleiben, könnten es eine solche Vorschrift davon abhalten, sich bei den Kirchenverantwortlichen zu melden. Darüber hinaus ist unklar, ob die Leitlinien nur auf Priester angewendet werden sollten oder vielleicht auch auf andere Mitarbeiter in der Kirche, etwa Pädagogen.

Der Freiburger Erzbischof und DBK-Vorsitzende Robert Zollitsch hatte kürzlich im Fernsehsender Phoenix erklärt, die katholische Kirche müsse ihren Umgang mit der Sexualität ändern. Die Kirche müsse umdenken und sich dem Thema ohne Tabus stellen.

Rubriklistenbild: © dpa

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