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Die Pläne für die dritte Bahn am Münchner Flughafen sind umstritten.

Kirche lehnt Grundstücksverkauf am Flughafen ab

München - Für die geplante dritte Start- und Landebahn am Münchner Flughafen gibt es nun auch kirchlichen Gegenwind.

Die katholische Kirche werde ihre Grundstücke im Bereich der geplanten Bahn nicht verkaufen, teilte das Erzbischöfliche Ordinariat München am Montag mit. Die “umfangreichen“ Grundstücke sind den Angaben zufolge im Eigentum von Kirchenstiftungen, die der Rechtsaufsicht des Ordinariats unterliegen. Politiker und Wirtschaftsvertreter müssten “die existenzielle Sorge“ von Anwohnern der Umlandgemeinden ernst nehmen, erklärte der Münchner Erzbischof Reinhard Marx laut Mitteilung und forderte einen offenen und respektvollen Umgang.

Marx habe in diesem Sommer das Gespräch mit den Betroffenen gesucht, hieß es. Nun gehe man im Rahmen des Planfeststellungsverfahren von einer Enteignung aus, sagte ein Kirchen-Sprecher auf Anfrage.

Die Pläne für die dritte Bahn sind umstritten. Sie soll laut Flughafen München GmbH 220 Millionen Euro kosten, einschließlich zusätzlicher Ausgaben für Lärmschutz bis hin zur Gewässerneuordnung dürften die Gesamtkosten aber deutlich über einer halben Milliarde Euro liegen. Kommunalpolitiker aus Anrainer-Gemeinden kritisieren den damit verbundenen Fluglärm und bezweifeln den wirtschaftlichen Bedarf.

dpa

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